Robert Schimpf

17. Juli 1906, Straßburg – 17. November 1939
Robert Schimpf

Polizeiaufnahme von Robert Schimpf

Bundesarchiv R 3017/14441

Der Sohn eines Eisenbahnangestellten kommt nach dem Tod der Mutter im Jahre 1917 zu seiner Tante nach Kehl. Hier besucht er die Volksschule in Straßburg und in Kehl am Rhein. Anschließend ist er in der Landwirtschaft tätig und arbeitet als Hafenarbeiter. Von 1922 bis 1924 ab­solviert er eine Schreinerlehre und arbeitet später als Fabrik-, Bau- und Hafenarbeiter.
1937 geht er als Matrose zur Rheinschiffahrt. Über den aus Deutschland nach Frankreich emigrierten jüdischen Bürger Siegfried Blum kommt er in Kontakt zum fran­zösischen Nachrichtendienst. Er erhält Aufträge, mili­tärische Einrichtungen wie Kasernenbauten sowie Truppenbelegungen in Villingen, Donauschingen, Göppingen, Offenburg und Lahr auszuspähen.
Am 19. November 1938 wird er an der Kehler Rhein­brücke festgenommen und vom „Volksgerichtshof“ am 9. Oktober 1939 wegen „Landesverrats" zum Tode ver­urteilt. Robert Schimpf wird am 17. November 1939 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Robert Schimpf

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Robert Schimpf vom 17. November 1939

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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