Paul Schiskowski

11. Januar 1879, Danzig (Gdańsk) – 15. Dezember 1944
Der aus Danzig stammende Schneider­meister Paul Schis­kowski ist wegen Eigen­tums­delikten vorbe­straft und verbüßt zuletzt wegen Betrugs bis zum 15. Oktober 1940 eine zehn­monatige Haft­strafe.
Im Dezem­ber 1943 verkauft er einem bomben­geschä­digten Bekannten die Schlaf­zimmer­möbel der Tochter seiner Lebens­gefährtin, obwohl ihm diese nicht gehören. Diese war mit ihren Kindern nach Bad Schandau evakuiert worden und hatte ihre Wohnung an vier Unter­mieter vermietet.
Paul Schis­kowski wird am 9. Februar 1944 festge­nommen, am 29. Novem­ber von dem Sonder­gericht I bei dem Land­gericht Berlin wegen „Verbrechens gegen die Volks­schäd­lingsverordnung in Verbin­dung mit Dieb­stal und Betrug” zum Tode verur­teilt und am 15. Dezember 1944 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Paul Schiskowski

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3758

Urteilsformel des Sondergerichts I bei dem Landgericht Berlin gegen Paul Schiskowski vom 29. November 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3758

Bescheid des Generalstaatsanwalts über die Hinrichtung von Paul Schiskowski vom 15. Dezember 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 3758

Sterbeurkunde von Paul Schiskowski vom 15. Dezember 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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