Paul Schliwa

31. August 1915, Bismarckhütte (Chorzów Batory) – 16. April 1943
Paul Schliwa wird am 31. August 1915 im oberschlesi­schen Bismarck­hütte geboren. Nach dem Besuch der Volks­schule macht er von 1932 bis 1934 eine Ausbildung zum Kunststein­arbeiter. Nach einiger Zeit der Erwerbs­losigkeit ist er als Terrazzo­leger tätig. Im Januar 1939 wird er zum polnischen Heeres­dienst eingezogen, desertiert nach dem deutschen Überfall auf Polen aus dem polnischen Heer und gerät in deutsche Gefangen­schaft. Nach seiner Entlassung arbeitet er wieder in seinem Beruf.
Während er 1935 als Terrazzo­leger tätig ist, überquert er auf dem Weg zu seiner Arbeits­stelle regelmäßig die deutsch-polnische Grenze und kommt so mit einem Angehörigen des polni­schen Nach­richten­dienstes in Kontakt. Er wird ange­worben und beschafft in der Folgezeit vor allem Informa­tionen aus dem Deutschen Reich über Truppen­stärken und militärische Anlagen. Außerdem wirbt er weitere Mitar­beiter für den polnischen Nachrichten­dienst an.
Paul Schliwa wird am 8. Februar 1940 vorläufig fest­genommen und am 28. Januar 1943 vom 4. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Landes­verrats” zum Tode verurteilt. Er wird am 16. April 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Paul Schliwa und andere vom 15. September 1940

Bundesarchiv R 3017/14473

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Paul Schliwa und andere vom 28. Januar 1943

Bundesarchiv R 3017/14473

Sterbeurkunde von Paul Schliwa vom 17. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück