Hermann Schmetz

31. Mai 1907, Hergenrath/Kreis Eupen – 18. Dezember 1940
Hermann Schmetz

Hermann Schmetz

Privatbesitz

Hermann Schmetz wächst mit sechs Geschwis­tern in Hergen­rath auf, das vor dem Ersten Welt­krieg zum Deut­schen Reich gehört. Nach dem Besuch einer gewerb­lichen Handels­schule arbeitet er in der Schmie­de­werk­statt seines Vaters und ab 1924 in der Kanz­lei seiner Brüder Josef und Leo, die sich in Aachen als Patent­an­wälte nieder­gelas­sen haben.
Nach dem Versailler Vertrag ist Hermann Schmetz belgi­scher Staats­bürger. Da die geschäft­liche Tätig­keit seiner Brüder stagniert, ver­liert er 1934 seine Stel­lung und arbei­tet unter anderem als Ver­treter, Reifen­prüfer und zuletzt als Zeich­ner.
Hermann Schmetz hilft in dieser Zeit verfolg­ten Juden bei der Emigra­tion und kommt mit Mitar­beitern des belgi­schen Nach­richten­dienstes in Verbin­dung. Er erhält die Auf­gabe, Stand­orte sowie Stärke und Ausrüs­tung von Wehr­machts­einheiten auszu­spähen. Schmetz über­mittelt diese Daten dem belgi­schen militä­rischen Nach­richten­dienst und bemüht sich, weitere Personen für diese Arbeit zu gewinnen.
Hermann Schmetz wird am 20. Oktober 1939 in Aachen festge­nommen, am 11. Oktober 1940 vom „Volks­gerichts­hof” zum Tode verur­teilt und am 18. Dezember 1940 in Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Hermann Schmetz

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des 3. Senats des „Volksgerichtshofs” gegen Hermann Schmetz, 11. Oktober 1940

Bundesarchiv R 3017/10219

Einlasskarte zur Teilnahme an der Hinrichtung von Hermann Schmetz am 18. Dezember 1940 in Plötzensee

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Sterbeurkunde von Hermann Schmetz vom 18. Dezember 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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