Hermann Schmetz
Nach dem Versailler Vertrag ist Hermann Schmetz belgischer Staatsbürger. Da die geschäftliche Tätigkeit seiner Brüder stagniert, verliert er 1934 seine Stellung und arbeitet unter anderem als Vertreter, Reifenprüfer und zuletzt als Zeichner.
Hermann Schmetz hilft in dieser Zeit verfolgten Juden bei der Emigration und kommt mit Mitarbeitern des belgischen Nachrichtendienstes in Verbindung. Er erhält die Aufgabe, Standorte sowie Stärke und Ausrüstung von Wehrmachtseinheiten auszuspähen. Schmetz übermittelt diese Daten dem belgischen militärischen Nachrichten­dienst und bemüht sich, weitere Personen für diese Arbeit zu gewinnen.
Hermann Schmetz wird am 20. Oktober 1939 in Aachen festgenommen, am 11. Oktober 1940 vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und am 18. Dezember 1940 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Hermann Schmetz
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des 3. Senats des „Volksgerichtshofs” gegen Hermann Schmetz, 11. Oktober 1940
Bundesarchiv R 3017/10219
Einlasskarte zur Teilnahme an der Hinrichtung von Hermann Schmetz am 18. Dezember 1940 in Plötzensee
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Sterbeurkunde von Hermann Schmetz vom 18. Dezember 1940
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
























