Vinzenz Schmidt
Nach seiner Rückkehr in die neu gegründete Tschecho­slowakei wird er als Truppenoffizier ins Heer übernom­men, zuletzt ist er Oberstleutnant im Verteidigungsmi­nisterium. Nach der Errichtung des „Protektorats Böhmen und Mähren” im Früh­jahr 1939 und der zwangsweisen Auflösung der tschechoslowakischen Streitkäfte ist er als Verwaltungs­direktor beim Katastralvermessungsamt beschäftigt.
Schmidt wird im Mai 1939 von einem Bekannten aus dem Militär für die Obrana Národa (ON – Verteidigung der Na­tion) als Materialoffizier im Befehlsbereich Groß-Prag an­geworben. Die Organisation tschechoslowakischer Offi­ziere, die sich nach der Errichtung des „Protektorats” ge­bildet hat, versucht unter deutscher Besatzung ein ge­heimes Heer aufzubauen. Bis Oktober 1939 nimmt er die Verbindung mit verschiedenen Bezirkskommandeuren anderer Kreiskommandos der ON auf, um die vorhanden Waffenbestände im Großraum Prag zu erfassen.
Vinzenz Schmidt wird am 6. Februar 1940 festgenommen und vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” am 29. April 1942 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode ver­urteilt. Er wird am 12. September 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Vinzenz Schmidt
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Vinzenz Schmidt und weitere Angeklagte vom 29. April 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-218-6
Bekanntmachung der Vollstreckung der Todesurteile gegen Vinzenz Schmidt und weitere Verurteilte vom 12. September 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-218-13
Sterbeurkunde von Vinzenz Schmidt vom 12. September 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung






























