Michael Schmidtkonz

10. Juli 1899, Lauterbach – 22. September 1942
Michael Schmidt­konz wird am 10. Juli 1899 in Lauter­bach in der Ober­pfalz geboren und ist nach dem Besuch der Volks­schule in der Land­wirt­schaft tätig. Ab 1917 nimmt er als Soldat am Ersten Welt­krieg teil. Zwischen 1919 und 1934 ist er als Arbeiter beim Straßen- und Fluss­bau­amt in Weiden in der Ober­pfalz beschäftigt, wegen regie­rungs­feind­licher Äußerungen wird er dort entlassen.
Ohne sich polizeilich zu melden, über­tritt er im Sommer 1937 die deutsch-tsche­choslo­wakische Grenze und geht Gelegen­heits­arbeiten nach. Dafür wird er im Januar 1938 von der tschecho­slowa­kischen Gendar­merie fest­genom­men. Bei mehreren Verhören im Gerichts­gefäng­nis in Elbogen macht er gegen­über der Polizei Angaben zu mili­tärischen Verhält­nissen in der Ober­pfalz, unter anderem zu Waffen­lagern der Grenz­wacht und deutschen Befes­tigungen im Grenz­gebiet sowie in und um Weiden statio­nierten Truppen­teilen. Nach seiner Frei­lassung erklärt er sich bereit, für den tschecho­slowa­kischen Nach­richten­dienst zu arbeiten.
Michael Schmidt­konz wird im September 1939 festge­nom­men, vom 5. Senat des „Volks­gerichts­hofs“ am 9. Juli 1942 wegen „Landes­verrats“ zum Tode verur­teilt und am 22. September 1942 im Straf­gefäng­nis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Michael Schmidtkonz

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Michael Schmidtkonz vom 9. Juli 1942

Bundesarchiv R 3017/37494

Mitteilung des Reichsministers der Justiz zur Voll­streckung des Urteils gegen Michael Schmidtkonz vom 4. September 1942

Bundesarchiv R 3018/2970

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Michael Schmidtkonz vom 22. September 1942

Bundesarchiv R 3018/2970

Sterbeurkunde von Michael Schmidtkonz vom 22. September 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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