Michael Schmidtkonz
Ohne sich polizeilich zu melden, übertritt er im Sommer 1937 die deutsch-tschechoslowakische Grenze und geht Gelegenheitsarbeiten nach. Dafür wird er im Januar 1938 von der tschecho­slowakischen Gendarmerie festgenom­men. Bei mehreren Verhören im Gerichtsgefängnis in Elbogen macht er gegenüber der Polizei Angaben zu militärischen Verhältnissen in der Oberpfalz, unter anderem zu Waffenlagern der Grenz­wacht und deutschen Befestigungen im Grenzgebiet sowie in und um Weiden stationierten Truppenteilen. Nach seiner Freilassung erklärt er sich bereit, für den tschecho­slowakischen Nachrichtendienst zu arbeiten.
Michael Schmidtkonz wird im September 1939 festge­nommen, vom 5. Senat des „Volksgerichtshofs“ am 9. Juli 1942 wegen „Landesverrats“ zum Tode verurteilt und am 22. September 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Michael Schmidtkonz
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Michael Schmidtkonz vom 9. Juli 1942
Bundesarchiv R 3017/37494
Mitteilung des Reichsministers der Justiz zur Vollstreckung des Urteils gegen Michael Schmidtkonz vom 4. September 1942
Bundesarchiv R 3018/2970
Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Michael Schmidtkonz vom 22. September 1942
Bundesarchiv R 3018/2970
Sterbeurkunde von Michael Schmidtkonz vom 22. September 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung





























