Mathias Schmitz

5. April 1921, Gladbach/Trier – 7. Juni 1940
Mathias Schmitz

Erkennungsdienstliches Foto von Mathias Schmitz, 1939

Landesarchiv NRW- Abteilung Rheinland RW 0058 Nr. 22235

Mathias Schmitz wächst mit acht jüngeren Geschwistern in Idenheim bei Trier auf. Nach der Volksschule arbeitet er in der Land­wirt­schaft und leistet von Herbst 1938 bis März 1939 seinen Arbeitsdienst in Arhei­ligen/Darmstadt. Im Winter 1938/39 verliert er seinen Vater durch einen Unfall.
Nach dem deutschen Überfall auf Polen flieht Mathias Schmitz Anfang Oktober 1939 in die Nieder­lan­de, um sich der Wehrpflicht zu entziehen. Weil er ohne Ausweis­papiere ist, wird er fest­genommen und in einem Flücht­lings­lager in Hoek van Holland untergebracht. Dort soll gegenüber anderen Lagerinsassen erklärt haben, dass er aus Deutschland geflüchtet sei, weil er die Regierung hasse und für diese nicht kämpfen wolle. Zudem soll er Angaben über den Bau des sogenannten Westwalls gemacht haben.
Der Achtzehnjährige wird am 5. Dezember 1939 nach Deutschland abgeschoben und im Gestapo­gefängnis Düsseldorf inhaftiert. Am 14. März 1940 verurteilt das Reichskriegsgericht ihn wegen „Zersetzung der Wehrkraft und landesverräterischen Beziehungen” zum Tode. Er wird am 7. Juni 1940 im Alter von 19 Jahren im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Mathias Schmitz

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Eilbrief der Gestapo Düsseldorf mit Anordnung der „Inschutzhaftnahme” von Mathias Schmitz vom 30. Dezember 1939

Landesarchiv NRW- Abteilung Rheinland RW 0058 Nr. 22235

Fernschreiben der Gestapo Düsseldorf an das „Reichssicherheitshauptamt” zur Überführung von Mathias Schmitz nach Berlin, Januar 1940

Landesarchiv NRW- Abteilung Rheinland RW 0058 Nr. 22235

Sterbeurkunde von Matthias Schmitz vom 7. Juni 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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