Mathias Schmitz


Erkennungsdienstliches Foto von Mathias Schmitz, 1939
Landesarchiv NRW- Abteilung Rheinland RW 0058 Nr. 22235
Nach dem deutschen Überfall auf Polen flieht Mathias Schmitz Anfang Oktober 1939 in die Niederlande, um sich der Wehrpflicht zu entziehen. Weil er ohne Ausweispapiere ist, wird er festgenommen und in einem Flüchtlingslager in Hoek van Holland untergebracht. Dort soll gegenüber anderen Lagerinsassen erklärt haben, dass er aus Deutschland geflüchtet sei, weil er die Regierung hasse und für diese nicht kämpfen wolle. Zudem soll er Angaben über den Bau des sogenannten Westwalls gemacht haben.
Der Achtzehnjährige wird am 5. Dezember 1939 nach Deutschland abgeschoben und im Gestapogefängnis Düsseldorf inhaftiert. Am 14. März 1940 verurteilt das Reichskriegsgericht ihn wegen „Zersetzung der Wehrkraft und landesverräterischen Beziehungen” zum Tode. Er wird am 7. Juni 1940 im Alter von 19 Jahren im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Mathias Schmitz
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Eilbrief der Gestapo Düsseldorf mit Anordnung der „Inschutzhaftnahme” von Mathias Schmitz vom 30. Dezember 1939
Landesarchiv NRW- Abteilung Rheinland RW 0058 Nr. 22235
Fernschreiben der Gestapo Düsseldorf an das „Reichssicherheitshauptamt” zur Überführung von Mathias Schmitz nach Berlin, Januar 1940
Landesarchiv NRW- Abteilung Rheinland RW 0058 Nr. 22235
Sterbeurkunde von Matthias Schmitz vom 7. Juni 1940
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung








