Adolf Schmutzer

8. März 1895, Budapest – 8. September 1943
Adolf Schmutzer

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Adolf Schmutzer, 1942

Bundesarchiv R 3017/23704

Der Straßenbahnbedienstete Adolf Schmutzer ist Funk­tionär der Kommunistischen Partei Österreichs und insbesondere nach dem „Anschluss” Österreichs im März 1938 an der Herstellung von Flugschriften mit regime­kritischem Inhalt beteiligt.
Am 16. September 1942 wird er festgenommen. Seine Frau Emilie Schmutzer wird am 13. Januar 1943 ge­meinsam mit ihrer Tochter Gertrude wegen Verdachts der kommunistischen Betätigung ebenfalls festgenom­men und bleibt bis zum 1. April 1943 in Haft.
Adolf Schmutzer wird — ebenso wie Anna und Franz Blauensteiner, Anton Menich und Heinrich Lochner — im August 1943 von Wien nach Berlin ins Untersuchungs­gefängnis Moabit überstellt, damit der Prozess gegen sie vor dem „Volksgerichtshof” geführt werden kann. Dieser verurteilt sie wegen „Vorbereitung zum Hoch­verrat und Feindbegünstigung” am 25. August 1943 zum Tode.
Adolf Schmutzer wird, ebenso wie Franz Blauensteiner, Anton Menich und Heinrich Lochner, am 8. September 1943 während der sogenannten Blutnächte im Strafge­fängnis Plötzensee ermordet.
Anna Blauensteiner, die seit dem Todesurteil im Frauen­gefängnis Barnimstraße inhaftiert ist, wird am 5. Oktober 1943 hingerichtet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Adolf Schmutzer und weitere Personen vom 30. Juni 1943

Bundesarchiv R 3017/23696

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Adolf Schmutzer und weitere Personen vom 25. August 1943

Bundesarchiv R 3017/23696

Sterbeurkunde von Adolf Schmutzer vom 14. September 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bericht über die Vollstreckung von Todesurteilen vom 7. bis 10. Septem­ber 1943, 17. September 1943

Bundesarchiv R 3001/25019

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