Emil Schneeberger

22. März 1900, Chotzen (Choceň) – 8. Juli 1942
Emil Schneeberger

Portrait von Emil Schneeberger

Privatbesitz

Emil Schneeberger kommt 1900 in Choceň als Sohn eines Ingenieurs zu Welt, sein Vater wird 1904 Direktor der Staats­eisen­bahngesellschaft in Prag. Nach dem Studium der Rechts­wissenschaften, das er mit Promotion abschließt, ist er als Rechtsanwalt in Prag tätig. Seit 1918 ist er Mitglied der National­demo­kratischen Partei (ČSND).
Ab November 1939 betätigt er sich sich in der Prager Widerstands­gruppe des Schriftleiters Josef Jošt, die ehemalige Offiziere und andere wehrfähige Tschechen der Tschechischen Legion im Ausland zuzuführen sucht und später auch Nachrichten aus dem „Protektorat“ sammelt, um sie ins Ausland zu übermitteln. Ende März 1940 hilft er Josef Jošt unterzutauchen, indem er ihn im Jagdhaus seines Bruders in Bezirk Přestitz unterbringt, und sorgt fortan für die Beauf­tragung von Nachrichten­trägern und die Weiter­leitung von Berichten. Er hält zahlreiche Kontakte ins Ausland, so auch zum letzten tschecho­slowa­kischen Minister­päsidenten Rudolf Beran.
Emil Schneeberger wird am 23. Mai 1940 festgenommen und am 13. Februar 1942 vom „Volks­gerichtshof“ wegen „Landes­verrats, Vorbereitung zum Hoch­verrat, Feindbe­güns­tigung und versuchten Volksverrats“ zum Tode verurteilt. Er wird am 8. Juli 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Emil Schneeberger

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Gutachten des Oberkommandos der Wehrmacht zum Verfahren gegen Emil Schneeberger, 14. April 1941

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-328-1

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Emil Schneeberger und andere vom 13. Februar 1942

Bundesarchiv R 3017/19196

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Emil Schneeberger vom 8. Juli 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-328-1

Sterbeurkunde von Emil Schneeberger vom 8. Juli 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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