Emil Schneeberger
Ab November 1939 betätigt er sich sich in der Prager Widerstandsgruppe des Schriftleiters Josef Jošt, die ehemalige Offiziere und andere wehrfähige Tschechen der Tschechischen Legion im Ausland zuzuführen sucht und später auch Nachrichten aus dem „Protektorat“ sammelt, um sie ins Ausland zu übermitteln. Ende März 1940 hilft er Josef Jošt unterzutauchen, indem er ihn im Jagdhaus seines Bruders in Bezirk Přestitz unterbringt, und sorgt fortan für die Beauftragung von Nachrichtenträgern und die Weiterleitung von Berichten. Er hält zahlreiche Kontakte ins Ausland, so auch zum letzten tschechoslowakischen Ministerpäsidenten Rudolf Beran.
Emil Schneeberger wird am 23. Mai 1940 festgenommen und am 13. Februar 1942 vom „Volksgerichtshof“ wegen „Landesverrats, Vorbereitung zum Hochverrat, Feindbegünstigung und versuchten Volksverrats“ zum Tode verurteilt. Er wird am 8. Juli 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte des Strafgefängnisses Plötzensee von Emil Schneeberger
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Gutachten des Oberkommandos der Wehrmacht zum Verfahren gegen Emil Schneeberger, 14. April 1941
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-328-1
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Emil Schneeberger und andere vom 13. Februar 1942
Bundesarchiv R 3017/19196
Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Emil Schneeberger vom 8. Juli 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-328-1
Sterbeurkunde von Emil Schneeberger vom 8. Juli 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung















































































































