Michael Schneeberger
Schneeberger ist gewerkschaftlich im Metallarbeiter­verband sowie zeitweise im Deutschen Bergarbeiterver­band organisiert und steht der KPD nahe.
Nach 1933 betätigt er sich für die illegale KPD in Bayern, flieht vor drohender Verhaftung in die Tschechoslowakei und arbeitet entlang der tschechisch-deutschen Grenze für den Grenzapparat der KPD. Auf geheimen Pfaden organisiert Schneeberger den Transport illegaler Druckschriften nach Deutschland und bringt gefährdete Personen über die Grenze in die Tschechoslowakei. 1935 kommt es bei einer dieser zahlreichen Unternehmungen zu einem Schusswechsel mit der deutschen Polizei, ohne dass jemand verletzt wird.
Michael Schneeberger wird nach der Besetzung der tschechischen Länder am 28. März 1939 in Prag fest­genommen. Der „Volksgerichtshof“ verurteilt ihn am 15. November 1940 wegen „Vorbereitung zum Hoch­verrat in Tateinheit mit versuchtem Mord” zum Tode.
Er wird am 14. Februar 1941 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Michael Schneeberger, 15. November 1940
Bundesarchiv R 3017/18852
Ablehnung eines Gnadenerweises für Michael Schneeberger, 6. Februar 1941
Bundesarchiv R 3017/18852
Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Michael Schneeberger, 14. Februar 1941
Bundesarchiv R 3017/18852
Sterbeurkunde von Michael Schneeberger vom 14. Februar 1941
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bekanntmachung der Hinrichtung von Michael Schneeberger, 14. Februar 1941
Bundesarchiv R 3017/18852



























