Michael Schneeberger

18. August 1900, Nürnberg – 14. Februar 1941
Michael Schneeberger

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Michael Schneeberger, 1938

Bundesarchiv R 3017/18853

Michael Schneeberger absolviert in seinem Heimatort Amberg eine Gärtnerlehre. Da er in seinem Beruf keine Beschäftigung findet, arbeitet er ein Jahr lang auf der Luitpoldhütte in Amberg. 1919 tritt er in die Reichswehr ein, der er bis 1921 angehört. In den folgenden Jahren ist er in verschiedenen Amberger Betrieben sowie als Berg­mann in Aachen tätig. Als er arbeitslos wird, begibt er sich zwei Jahre lang auf Wanderschaft.
Schneeberger ist gewerkschaftlich im Metallarbeiter­verband sowie zeitweise im Deutschen Bergarbeiterver­band organisiert und steht der KPD nahe.
Nach 1933 betätigt er sich für die illegale KPD in Bayern, flieht vor drohender Verhaftung in die Tschechoslowakei und arbeitet entlang der tschechisch-deutschen Grenze für den Grenzapparat der KPD. Auf geheimen Pfaden organisiert Schneeberger den Transport illegaler Druck­schriften nach Deutschland und bringt gefährdete Per­sonen über die Grenze in die Tschechoslowakei. 1935 kommt es bei einer dieser zahlreichen Unternehmungen zu einem Schusswechsel mit der deutschen Polizei, ohne dass jemand verletzt wird.
Michael Schneeberger wird nach der Besetzung der tschechischen Länder am 28. März 1939 in Prag fest­genommen. Der „Volksgerichtshof“ verurteilt ihn am 15. November 1940 wegen „Vorbereitung zum Hoch­verrat in Tateinheit mit versuchtem Mord” zum Tode.
Er wird am 14. Februar 1941 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Michael Schneeberger, 15. November 1940

Bundesarchiv R 3017/18852

Ablehnung eines Gnadenerweises für Michael Schneeberger, 6. Februar 1941

Bundesarchiv R 3017/18852

Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Michael Schneeberger, 14. Februar 1941

Bundesarchiv R 3017/18852

Sterbeurkunde von Michael Schneeberger vom 14. Februar 1941

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bekanntmachung der Hinrichtung von Michael Schneeberger, 14. Februar 1941

Bundesarchiv R 3017/18852

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