Hans Schneider

24. Januar 1924, Berlin – 26. Juni 1942
Hans Schneider

Foto von Hans Schneider, um 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 7151

Der Sohn eines Schul­heizers wächst in Berlin-Prenz­lauer Berg auf und wird wegen Dieb­stählen von seinen Eltern nach der Volks­schule bis Früh­jahr 1939 als Land­helfer nach Pommern geschickt. In Berlin beginnt Hans Schneider in Berlin eine Lehre zum Drogisten, die er jedoch nach einem halben Jahr abbricht. Wegen Schul­hausein­brüchen wird er 1940 zu einem Jahr Haft verur­teilt, diese jedoch auf Bewäh­rung ausge­setzt und Fürsorge­erziehung angeordnet.
Er flüchtet und begeht im September und Oktober 1941 eine Reihe von Dieb­stählen; ihm wird zudem in Berlin der Einbruch in eine Lebens­mittel­karten­stelle zur Last gelegt.
Drei Tage nach seinem 18. Geburts­tag, am 27. Januar 1942, wird Hans Schneider festge­nommen und am 27. April vom Sonder­gericht I bei dem Land­gericht Berlin wegen „fort­gesetzten schweren Dieb­stahls” auf Grund­lage der „Verord­nung gegen Volks­schäd­linge” zum Tode verur­teilt.
Sein Gnaden­gesuch wird abgelehnt und der Jugendliche am 26. Juni 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Hans Schneider

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilsformel des Sondergerichts I bei dem Landgericht Berlin gegen Hans Schneider vom 27. April 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 7150

Gnadengesuch von Hans Schneider vom 18. Mai 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 7152

Bescheid des Generalstaatsawalts über die Hinrichtung von Hans Schneider vom 27. Juni 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 7150

Sterbeurkunde von Hans Schneider vom 27. Juni 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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