Arno Schneller

19. Februar 1896, Berlin – 29. März 1944
Arno Schneller wächst bei seiner Mutter auf und muss nach deren Erkrankung eine kauf­männische Lehre aufgeben und als unge­lernter Arbeiter das Haus­halts­einkommen sichern. Im Selb­ststudium bildet er sich in Foto- und Druck­technik weiter. Seit 1933 arbeitet er beim Groß-Berliner Wachdienst als Nacht­wächter.
Ihm wird vorgeworfen, Lebens­mittel- und Raucher­karten nachgemacht und in Umlauf gebracht zu haben. Nach eigener Angabe fühlte er sich einer Familie verpflich­tet, die ihn unter­stützte und für ihn mitkochte, und der er die Lebens­mittel­karten zukommen ließ.
Arno Schneller wird vom Sonder­gericht VII bei dem Landgericht Berlin am 1. März 1944 wegen Verstoßes gegen die „Kriegs­wirtschafts­verord­nung” zum Tode verur­teilt und am 29. März 1944 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Aufnahmebogen des Zellengefängnisses Lehrter Straße für Arnold Schneller vom 10. November 1943

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 4044

Sterbeurkunde von Arno Schneller vom 30. März 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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