Franz Schön

22. März 1906, Rawitsch (Rawicz) – 30. Oktober 1941
Franz Schön wird am 22. März 1906 in Rawitsch in der Provinz Posen geboren. Nach dem Besuch der Volks­schule arbeitet er zunächst in einer Bürstenfabrik und als Landarbeiter. Zwischen 1924 und 1933 ist er in Frank­reich und Deutschland als Grubenarbeiter und Maschinist tätig. 1933 kehrt er nach Polen zu­rück und ist dort bis 1937 erwerbslos. Dann wandert er nach Belgien aus und ist bis zu seiner Festnah­me in Lüttich wieder als Berg­mann tätig.
Franz Schön hat laut Urteil des „Volksgerichtshofs” von März 1933 bis zum Herbst 1935 für den polni­schen Geheimdienst gearbeitet. In dessen Auftrag soll er zahl­reiche Erkundungsreisen ins Deutsche Reich unternom­men und dabei vor allem in Schlesien und Brandenburg Informationen über militärische Objekte und dort statio­nierte deutsche Truppen gesammelt haben.
Der 4. Senat des „Volksgerichtshofs” verurteilt Franz Schön am 4. August 1941 wegen „Landesverrats” zum Tode. Er wird am 30. Oktober 1941 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Franz Schön

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Franz Schön vom 17. April 1941

Bundesarchiv R 3017/34803

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Franz Schön vom 4. August 1941

Bundesarchiv R 3017/14563

Sterbeurkunde von Franz Schön vom 30. Oktober 1941

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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