Mathias Schöpf

23. Februar 1894, Kirchheim – 13. Juni 1941
Mathias Schöpf

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Mathias Schöpf, 1938

Bundesarchiv R 3017/14580, Bd. VI

Mathias Schöpf wächst in Kirchheim (Baden) auf und arbeitet nach der Volksschule in Fabriken als Werkzeug­schmied. Während des Ersten Weltkriegs ist er Soldat, kann aber wegen eines Lungenleidens an keinen Kampf­handlungen teilnehmen. Nach Kriegsende ist er aufgrund dessen arbeits­unfähig und bezieht Invalidenrente. 1926 baut er ein Haus in Hirschhorn am Neckar.
Im August 1937 lässt er sich durch Vermittlung von Josef Wimmer für den tschechoslowakischen Nachrichten­dienst an­werben. Für den Stabskapitän František Topka stellt Mathias Schöpf in Hirschhorn, Mannheim und Heidelberg fest, ob Truppen­bewegungen der Wehr­macht stattfinden. Zudem gewinnt er einen deutschen Feld­webel als Nachrich­tenträger.
Der „Volksgerichts­hof” verurteilt ihn am 31. Januar 1941 zu­sammen mit Josef Wimmer wegen „Landes­verrats” zum Tode. Beide Männer werden am 13. Juni 1941 im Strafge­fängnis Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Mathias Schöpf

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichts­hofs” gegen Mathias Schöpf und Josef Wimmer vom 31. Januar 1941

Bundesarchiv R 3017/14580, Bd. III

Anordnung der Vollstreckung der Todestrafe gegen Mathias Schöpf und Josef Wimmer vom 26. Mai 1941

Bundesarchiv R 3017/14580, Bd. VI

Sterbeurkunde von Mathias Schöpf vom 13. Juni 1941

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Mathias Schöpf und Josef Wimmer, Juni 1941

Bundesarchiv R 3017/14580, Bd. VI

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