Walter Schrader

15. April 1916, Ludwigshafen – 8. Juli 1942
Walter Schrader

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Walter Schrader, 1941

Bundesarchiv R 3017/14604

Walter Schrader wird am 15. April 1916 in Ludwigs­hafen geboren und besucht die Volksschule. Er ist Mitglied in der Hitler­jugend und im „National­sozialis­tischen Kraft­fahrkorps“. Aus der SA und der NSDAP wird er später ausgestoßen. Als Kraftfahrer für Bauma­terialien ist er an der Errichtung des Westwalls beteiligt.
Im März 1939 entschließt er sich, sich der französischen Fremden­legion anzuschließen und übertritt die deutsch-französische Grenze. Er wird von der französischen Spe­zialpolizei zu seinem bisherigen Lebenslauf befragt und macht Angaben zu den Bunker­anlagen des Westwalls, von denen er einige der ihm bekannten auf einer Karte des Geländes einzeichnet.
Mitte März 1939 schließt er sich der französischen Fremden­legion an, dient bis September 1940 in Afrika und wird nach dem Einmarsch der deutschen Wehr­macht in Frankreich von den Polizei­behörden festge­nommen.
Walter Schrader wird am 10. April 1942 vom 5. Senat des „Volks­gerichtshofs“ wegen „Landes­verrats“ zum Tode verurteilt und am 8. Juli 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Walter Schrader

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Walter Schrader vom 10. April 1942

Bundesarchiv R 3017/14604

Mitteilung des Strafgefängnisses Plötzensee zum Abgang des Gefangenen Walter Schrader vom 8. Juli 1942

Bundesarchiv R 3017/14604

Sterbeurkunde von Walter Schrader vom 8. Juli 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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