Paul Schreiber

14. Februar 1893, Börnecke/Quedlinburg – 9. Juli 1943
Paul Schreiber wird am 14. Februar 1893 in Börnecke bei Quedlin­burg geboren und arbeitet nach dem Besuch der Volks­schule und seiner Lehre als Zeichner in diesem Beruf, aber auch als Lagerarbeiter und Material­verwalter. Unter anderem durch eine Erbschaft kann er Ende der 1920er Jahre erfolgreich in Wertpapiere investieren und 1930 in Bad Suderode ein großes Grundstück erwerben, auf dem er als Privatier lebt. Vor dem Macht­antritt der National­sozialisten wählt er die „Deutsche Demokra­tische Partei“.
Seit Sommer 1941 wendet sich Schreiber in etwa 10 Brie­fen an führende Männer der national­sozialis­tischen Wirtschafts­politik und kritisiert die Finanz­politik des Deutschen Reiches. Darüber hinaus schreibt er über 100 Postkarten an den „Führer“, zu dessen „Beseitigung“ er aufruft, und viele andere Dienst­stellen der NSDAP und des deutschen Staates, die er beschimpft.
Paul Schreiber wird im Februar 1943 festge­nommen, vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs“ am 21. Mai 1943 wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat“ zum Tode ver­urteilt und am 9. Juli 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Paul Schreiber

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Paul Schreiber vom 21. Mai 1943

Bundesarchiv R 3017/37038

Sterbeurkunde von Paul Schreiber vom 10. Juli 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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