Karl Schröder

11. August 1910, Letschin/Lebus – 6. April 1940
Karl Schröder erlernt nach der Volks­schule das Schneider­handwerk. Seit seinem 16. Lebens­jahr steht er unter Fürsorge­erziehung. Wegen des wiederholten Diebstahls eines Fahrrads wird er zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Nach seiner Haftentlassung 1937 arbeitet er als Schneider und im Tiefbau.
Von Januar bis Dezember 1939 begeht er in Berliner Garten­lauben Stall­einbrüche und verkauft die geschlachteten Klein­tiere an einen Bekannten, bis er am 6. Dezember 1939 festgenommen wird.
Der verhei­ratete Stief­vater von vier Kindern wird am 23. Februar 1940 vom Sonder­gericht I bei dem Land­gericht Berlin für seine von Oktober bis Dezember 1936 began­genen Einbrüche auf Grund­lage der „Volks­schädlings­verord­nung“ zum Tode verurteilt und am 6. April 1940 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Karl Schröder

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilstenor des Sondergerichts I bei dem Landgericht Berlin gegen Karl Schröder vom 23. Februar 1940

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 7051

Sterbeurkunde von Karl Schröder vom 6. April 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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