Bruno Schröter

11. September 1883, Posen (Poznań) – 8. Juli 1937
Bruno Schröter absolviert eine Maurerlehre im väter­lichen Betrieb und geht nach der Militärzeit als Geselle auf Wanderschaft. Er wird mehrfach straffällig und wird unter anderem 1918 durch die Strafkammer in Insterburg (Tschernjachowsk) wegen Diebstahls und Einbruch­diebstahls zu zehn Jahren Haft verurteilt, von denen er acht Jahre verbüßen muss.
Bis 1929 ist er als Maurer in Berlin tätig und in den folgenden Jahren weitgehend arbeitslos. Seit Ende 1926 ist Schröter Mitglied des Baugewerkbundes und im September 1930 tritt er in die KPD ein. Im Sommer 1931 gehört er dem illegalen Roten Frontkämpferbund (RFB) an.
Am 15. Oktober 1931 kommt es zu einem Überfall durch Angehörige des RFB auf ein Verkehrslokal der SA in der Richardstraße in Berlin-Neukölln. Bei Schüssen auf die Gaststätte werden drei Männer schwer verletzt, der Wirt Heinrich Böwe stirbt zwei Tage später an seinen Schussverletzungen.
Nach umfangreichen Ermittlungen werden im April 1932 24 Personen vor dem Berliner Landgericht angeklagt. Sie werden jedoch alle vom Vorwurf des Mordes freige­sprochen.
Nachdem im Januar 1933 der RFB-Funktionär Walter Guhl wegen Totschlags in einem zweiten Prozess zu zehn Jahren Zuchthaus verurteilt worden ist, findet ab dem 3. September 1935 vor dem Schwurgericht beim Landgericht Berlin der sogenannte dritte Richardstraßen-Prozess statt.
Am 29. Februar 1936 werden fünf Männer wegen Mordes an Heinrich Böwe zum Tode verurteilt. Während zwei von ihnen begnadigt werden, werden die Gesuche von Bruno Schröter, Walter Schulz und Paul Zimmermann abgelehnt.
Sie werden am 8. Juli 1937 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Bruno Schröter

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

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