Jakob Schuch


Porträt von Jakob Schuch
Publikation Verfolgung und Widerstand in Rheinland-Pfalz 1933-1945, Bd. 1, Gedenkstätte Osthofen - Ausstellungskatalog, Hrsg. von der Landeszentrale für politische Bildung, Mainz 2008, S. 142 f.
Ab 1934 hält er sich in Straßburg auf und arbeitet als Rheinschiffer. Er wird vom französischen Nachrichtendienst angeworben und gewinnt zudem seinen bei einem Nachrichtenzug in Königsbrück bei Dresden stationierten Cousin Walter Hertwig für die Mitarbeit. Gemeinsam liefern sie von Februar bis Juli 1938 Informationen über den Truppenverband. Im November 1938 tritt Jakob Schuch in die französischen Fremdenlegion ein. Nach der militärischen Niederlage Frankreichs 1940 wird er Anfang Juli 1941 von der SS zurück nach Deutschland gebracht und am 3. Juli 1941 in das SS-Sonderlager/KZ Hinzert interniert.
Er wird am 24. Juli 1942 vom „Volksgerichtshof“ wegen „Landesverrats“ zum Tode verurteilt. Genau zwei Monate später, am 24. September 1942, wird Jakob Schuch im Strafgefängnis Plötzensee ermordet. Walter Hertwig wurde bereits am 3. März 1939 vom Reichskriegsgericht zum Tode verurteilt und am 19. April 1939 in Plötzensee ermordet.
Jakob Schuchs Vater, dessen Vorname ebenfalls Jakob ist, wird kurz vor Kriegsende, am 21. März 1945, auf der seinem Heimatort gegenüberliegenden Rheinseite mit fünf anderen NS-Gegnern – er war 1935/35 im KZ Dachau inhaftiert gewesen – von einem SS-Sonderkommando ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Jakob Schuch
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Jakob Schuch vom 21. April 1941
Bundesarchiv R 3017/14581
Urteilstenor des „Volksgerichtshofs” gegen Jakob Schuch vom 24. Juli 1942
Bundesarchiv R 3018/14163
Anordnung des Reichsjustizministers zur Urteilsvollstreckung gegen Jakob Schuch vom 17. September 1942
Bundesarchiv R 3018/14163
Sterbeurkunde von Jakob Schuch vom 24. September 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

















