Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg
Schulenburg tritt für eine Verständigung zwischen Deutschland und der Sowjetunion ein und ist maßgeblich am Zustandekommen des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts vom August 1939 beteiligt. Bis zuletzt versucht er, den deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Juli 1941 zu verhindern. Später macht er seinen Einfluss in der militärischen Opposition geltend, um einen raschen Friedensschluss im Osten zu erreichen. Er ist bereit, im Namen der Verschwörer sogar mit Stalin zu verhandeln. In den Umsturzplänen ist Schulenburg zeitweilig als Außenminister vorgesehen.
Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 wird er am 16. August festgenommen, am 23. Oktober vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und am 10. November 1944 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Bericht der „Gestapo-Sonderkommission 20. Juli 1944” an das Auswärtige Amt über Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg, 24. August 1944
Politisches Archiv des Auswärtigen Amtes Inland II g 59
Rekonstruktion der Kabinettsplanungen für den Umsturzversuch durch das „Reichssicherheitshauptamt”, 6. September 1944
Bundesarchiv NS 6/12
Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg vor dem „Volksgerichtshof”, 23. Oktober 1944
Bundesarchiv Bildarchiv 151/51/44








