Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg

20. November 1875, Kemberg – 10. November 1944
Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg

Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg

Archiv des Instituts für Zeitgeschichte ED 106/105

Schon vor dem Ersten Weltkrieg beginnt Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg seine Laufbahn als Diplomat und ist als Konsul und Botschafter in ver­schie­denen Ländern tätig. 1934 wird er zum deutschen Bot­schafter in der Sowjetunion ernannt.
Schulenburg tritt für eine Verständigung zwischen Deutschland und der Sowjetunion ein und ist maßgeblich am Zustandekommen des deutsch-sowjetischen Nicht­angriffspakts vom August 1939 beteiligt. Bis zuletzt ver­sucht er, den deutschen Überfall auf die Sowjetunion im Juli 1941 zu verhindern. Später macht er seinen Einfluss in der militärischen Opposition geltend, um einen ra­schen Friedensschluss im Osten zu erreichen. Er ist bereit, im Namen der Verschwörer sogar mit Stalin zu verhandeln. In den Umsturzplänen ist Schulenburg zeitweilig als Außenminister vorgesehen.
Nach dem gescheiterten Attentat vom 20. Juli 1944 wird er am 16. August festgenommen, am 23. Oktober vom „Volksgerichtshof” zum Tode verurteilt und am 10. No­vember 1944 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Bericht der „Gestapo-Sonderkom­mis­sion 20. Juli 1944” an das Auswärtige Amt über Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg, 24. August 1944

Politisches Archiv des Auswärtigen Amtes Inland II g 59

Rekonstruktion der Kabinettsplanungen für den Umsturzversuch durch das „Reichssicherheitshauptamt”, 6. September 1944

Bundesarchiv NS 6/12

Friedrich-Werner Graf von der Schulenburg vor dem „Volks­gerichtshof”, 23. Oktober 1944

Bundesarchiv Bildarchiv 151/51/44

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