Kurt Schulte


Erkennungsdienstliches Foto von Kurt Schulte, 1941
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2710
1938 wird er im Siemens-Röhrenwerk als Bürobote tätig, jedoch wegen Diebstahls im Mai 1939 entlassen. Ab März 1941 begeht er mit einem Freund eine Reihe von Autodiebstählen. Wegen eines Einbruchs in die Geschäftsräume der Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung (NSKOV) wird er vom Amtsgericht Berlin im April 1941 zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt, die er bis Mitte November 1941 verbüßt.
Am 7. Januar 1942 wird Kurt Schulte erneut festgenommen, am 28. April 1942 vor dem Sondergericht III bei dem Landgericht Berlin wegen der Werk- und Autodiebstähle angeklagt und am 6. Juni 1942 als „gefährlicher Gewohnheitsverbrecher” auf Grundlage der kurz nach Kriegsbeginn erlassenen „Verordnung gegen Volksschädlinge” zum Tode verurteilt. Am 13. August begeht er einen Suizidversuch.
Kurt Schulte wird 22-jährig am 18. August 1942 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet. Die anderen Angeklagten erhalten Zuchthausstrafen.
Dokumente
Gefangenenkarte von Kurt Schulte
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anweisung des Generalstaatsanwalts beim Kammergericht an den Generalstaatsanwalt beim Landgericht Berlin zur Verurteilung von Kurt Schulte, 29. Mai 1942
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2711
Urteilsformel des Sondergerichts III bei dem Landgericht Berlin gegen Kurt Schulte und andere vom 6. Juni 1942
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2710
Ablehnung der Begnadigung von Kurt Schulte durch das Sondergericht III bei dem Landgericht Berlin vom 23. Juni 1942
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2711
Sterbeurkunde von Kurt Schulte vom 18. August 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung














