Kurt Schulte

25. November 1919, Berlin – 18. August 1942
Kurt Schulte

Erkennungsdienstliches Foto von Kurt Schulte, 1941

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2710

Kurt Schulte, der aus einer Kreuzberger Arbeiter­familie stammt, verdingt sich nach der Volks­schule als ungelernter Arbeiter und leistet 1935 seinen Arbeits­dienst. Während dieser Zeit wird er erstmals straffällig und vom Jugend­gericht zu sechs Wochen Haft verurteilt, die Strafe jedoch ausgesetzt und Fürsorge­erziehung angeordnet. Anschließend arbeitet er zwei Jahre bei einem Bauern.
1938 wird er im Siemens-Röhren­werk als Bürobote tätig, jedoch wegen Dieb­stahls im Mai 1939 entlassen. Ab März 1941 begeht er mit einem Freund eine Reihe von Autodieb­stählen. Wegen eines Einbruchs in die Geschäfts­räume der National­sozialis­tischen Kriegs­opfer­versor­gung (NSKOV) wird er vom Amtsgericht Berlin im April 1941 zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt, die er bis Mitte November 1941 verbüßt.
Am 7. Januar 1942 wird Kurt Schulte erneut festge­nommen, am 28. April 1942 vor dem Sonder­gericht III bei dem Land­gericht Berlin wegen der Werk- und Autodieb­stähle angeklagt und am 6. Juni 1942 als „gefähr­licher Gewohn­heits­verbrecher” auf Grund­lage der kurz nach Kriegsbeginn erlas­senen „Verord­nung gegen Volks­schäd­linge” zum Tode verur­teilt. Am 13. August begeht er einen Suizidversuch.
Kurt Schulte wird 22-jährig am 18. August 1942 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermor­det. Die anderen Angeklagten erhalten Zuchthausstrafen.

Dokumente

Gefangenenkarte von Kurt Schulte

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anweisung des Generalstaatsanwalts beim Kammergericht an den Generalstaatsanwalt beim Landgericht Berlin zur Verurteilung von Kurt Schulte, 29. Mai 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2711

Urteilsformel des Sondergerichts III bei dem Landgericht Berlin gegen Kurt Schulte und andere vom 6. Juni 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2710

Ablehnung der Begnadigung von Kurt Schulte durch das Sondergericht III bei dem Landgericht Berlin vom 23. Juni 1942

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2711

Sterbeurkunde von Kurt Schulte vom 18. August 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück