August Schultz

23. August 1898, Wittenberge – 12. Juli 1940
Der Kaufmann August Schultz nimmt am Ersten Welt­krieg teil und seit 1921 Büro­vor­steher bei einem Rechts­anwalt in Perle­berg. Ab 1928 handelt er neben­beruf­lich mit Dar­lehen und der Vermitt­lung von Hypo­theken. Wegen Urkun­denfäl­schung und Bertrugs verbüßt er zwei mehr­jäh­rige Haft­strafen.
Nach seiner Haft­entlas­sung 1936 ist er im Büro des Vereins deutscher Chemiker in Berlin tätig und beschafft zudem einem Vertre­ter der Kos­metik­branche Abdeck­fett. Über den Bezug von Fett kommt er zum Handel mit Fleisch, für das er verschie­dene Abnehmer findet. Ihm wird vorge­worfen, nach Kriegs­beginn auch größere Mengen von zur Ernäh­rung ungeeig­neten Fleisches in Umlauf gebracht zu haben.
Das Sonder­gericht I verur­teilt August Schultz am 1. Juni 1940 wegen des „Vergehens gegen das Lebens­mittel­gesetz vom 17. Januar 1936 in Tatein­heit mit Betrug” auf Grund­lage der am 5. Septem­ber 1939 erlas­senen „Verord­nung gegen Volks­schäd­linge” zum Tode.
Der verhei­ratete Familien­vater wird am 12. Juli 1940 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von August Schultz

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von August Schultz vom 12. Juli 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück