Emil Schulz

29. November 1898, Bonn – 22. September 1942
Emil Schulz

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Emil Schulz, 1940

Bundesarchiv R 3017/34778

Emil Schulz wird am 29. November 1898 in Bonn ge­boren, erlernt nach dem Besuch der Volks­schule das Kauf­manns­gewerbe und nimmt seit 1915 als Soldat am Ersten Welt­krieg teil. Danach arbeitet er als kauf­män­nischer Gehilfe, Straßen­bahn­schaffner und Geld­erheber. Er ist Mit­glied der NSDAP, aus der er 1934 wegen „tät­licher Belei­digung“ ausge­schlossen wird. Ihm wird am 8. Mai 1939 die deutsche Staats­ange­hörig­keit entzogen.
Im März 1936 geht Schulz in die Nieder­lande und ver­fasst dort eine gegen die NSDAP und die NS-Herr­schaft gerichtete Broschüre. Ab Frühjahr 1936 schließt er sich in Brüssel kommu­nis­tischen Kreisen an und erhält finan­zielle Unter­stützung von der Roten Hilfe. Bis Anfang 1939 kämpft er auf Seiten der kom­mu­nis­tischen Inter­natio­nalen Brigaden im Spanischen Bürger­krieg und wird nach seiner Rück­kehr in Frank­reich inter­niert. Zwischen Mai 1939 und seiner Fest­nahme im April 1940 hält er sich erneut in Brüssel auf.
Emil Schulz wird vom 2. Senat des „Volks­gerichts­hofs“ am 26. Juni 1942 wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat und Volks­verrats“ zum Tode verur­teilt und am 22. September 1942 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Emil Schulz

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Emil Schulz vom 26. Juni 1942

Bundesarchiv R 3017/34778

Ablehnung des Gnadenerweises für Emil Schulz durch die Gestapo vom 14. Juli 1942

Bundesarchiv R 3017/34778

Sterbeurkunde von Emil Schulz vom 22. September 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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