Erich Schulz

11. August 1910, Zechlin/Rheinsberg – 27. März 1942
Erich Schulz wächst nach der Tren­nung seiner Eltern bei seinen Groß­eltern auf. Aufgrund von Lern­schwierig­keiten verlässt er die Volks­schule nach der dritten Klasse und arbei­tet in der Land­wirt­schaft und als Kutscher, zuletzt in der land­wirt­schaft­lichen Abtei­lung des Flug­platzes Witt­stock/Dosse.
Ab Ende 1938 setzt er immer wieder Scheu­nen nahe gele­gener Bauern­höfe in Brand, bei denen Gerät­schaften und Ernten vernich­tet werden, bis er am 7. Oktober 1941 festge­nom­men wird.
Obwohl ein ärzt­liches Gut­achten bei ihm ein­deutig vermin­derte Zurech­nungs­fähigkeit festge­stellt hat, verur­teilt das Sonder­gericht III bei dem Land­gericht Berlin ihn am 4. Februar 1942 auf Grund­lage der kurz nach Kriegs­beginn erlas­senen „Volks­schäd­lings­ver­ord­nung” aus dem „Bedürf­nis nach gerech­ter Sühne” zum Tode.
Erich Schulz wird am 27. März 1942 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Erich Schulz

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Erich Schulz vom 27. März 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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