Erich Schulz

7. Dezember 1901, Danzig (Gdańsk) – 12. Oktober 1940
Erich Schulz

Hafftoto von Erich Schulz

Bundesarchiv R 3018/10753

Erich Schulz stammt aus armen Verhältnissen und ist nach dem Besuch der Volksschule in Danzig frühzeitig als Lauf- und Arbeitsbursche tätig, um für den Lebens­unterhalt der Familie mit zu sorgen. Als 22-Jähriger tritt er der KPD bei und gründet in Ohra eine Ortsgruppe des Kommunistischen Jugend­verbands Deutschlands (KJVD), deren Leiter er wird. Der Arbeiter übernimmt seitdem weitere Ämter innerhalb der KJVD und KPD und tritt dem „Transportarbeiter­verband“ bei, dessen Vertrauensmann er wird.
Erich Schulz arbeitet als ungelernter Arbeiter in ver­schiedenen Gewerben und absolviert eine Prüfung als Dreher. 1929 heiratet er Auguste Zimmermann und gründet eine Familie.
Er wird am 6. Juli 1939 gemeinsam mit Karl Hoffmann und Wilhelm Tosch festgenommen. Die Gruppe soll Sprengstoffanschläge geplant und zu einem „kommu­nist­ischen Umsturzversuch“ beigetragen haben. Am 2. Juli 1940 verurteilt der 2. Senat des „Volksgerichts­hofs“ alle drei Männer wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und Sprengstoffverbrechens“ zum Tode.
Der Vater von drei Kindern wird am 12. Oktober 1940 in der Strafanstalt Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Erich Schulz

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklage gegen Erich Schulz, Willi Tosch und Karl Hoffmann, 16. April 1940

Bundesarchiv R 3018/10753

Urteil gegen Erich Schulz, Willi Tosch und Karl Hoffmann, 2. Juli 1940

Bundesarchiv R 3018/10753

Bekanntmachung der Hinrichtung von Erich Schulz,
12. Oktober 1940

Bundesarchiv R 3018/10753

Sterbeurkunde von Erich Schulz vom 12. Oktober 1940

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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