Vladimír Schulz

6. Mai 1886, Prag – 13. August 1943
Vladimír Schulz

Portraitaufnahme von Vladimír Schulz

Privatbesitz

Vladimír Schulz wird am 6. Mai 1886 in eine Familie jüdischer Herkunft in Prag geboren. Der promo­vierte Anwalt betreibt eine eigene Anwalts­kanzlei in Prag.
Seit März 1940 wird Schulz mehrfach von dem sowjetischen Nach­richten­agenten Jan Vycpálek in seiner Kanzlei aufgesucht, der unter anderem Informa­tionen militärischer und rüs­tungs­wirt­schaft­licher Art sammelt und auf der Suche nach einer geeig­neten Unter­kunft ist. Schulz ver­mittelt einen Kontakt zu einem möglichen Ver­mieter und fertigt für Vycpálek einen „Stimmungs- und Lage­bericht“ an.
Dafür wird er im Oktober 1941 festge­nommen, vor dem „Volks­gerichtshof“ angeklagt und als einzige von insge­samt zehn Personen am 4. Mai 1943 wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat in Verbin­dung mit Beihilfe zum Landes­verrat“ zum Tode verurteilt. Vladimír Schulz wird am 13. August 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen Vladimír Schulz

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-466-1

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Vladimír Schulz vom 4. Mai 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-466-1

Geburtstagstelegramm seiner Familie an Vladimír Schulz mit dem Bleistiftvermerk „Die Aushändigung des Telegramms an den Juden Vladimir Schulz wird nicht genehmigt.“

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-466-2

Protokoll der Vollstreckung des Urteils gegen Vladimír Schulz vom 13. August 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-466-2

Sterbeurkunde von Vladimír Schulz vom 14. August 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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