Vladimír Schulz
Seit März 1940 wird Schulz mehrfach von dem sowjetischen Nachrichtenagenten Jan Vycpálek in seiner Kanzlei aufgesucht, der unter anderem Informationen militärischer und rüstungswirtschaftlicher Art sammelt und auf der Suche nach einer geeigneten Unterkunft ist. Schulz vermittelt einen Kontakt zu einem möglichen Vermieter und fertigt für Vycpálek einen „Stimmungs- und Lagebericht“ an.
Dafür wird er im Oktober 1941 festgenommen, vor dem „Volksgerichtshof“ angeklagt und als einzige von insge­samt zehn Personen am 4. Mai 1943 wegen „Vorbe­reitung zum Hochverrat in Verbindung mit Beihilfe zum Landesverrat“ zum Tode verurteilt. Vladimír Schulz wird am 13. August 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen Vladimír Schulz
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-466-1
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Vladimír Schulz vom 4. Mai 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-466-1
Geburtstagstelegramm seiner Familie an Vladimír Schulz mit dem Bleistiftvermerk „Die Aushändigung des Telegramms an den Juden Vladimir Schulz wird nicht genehmigt.“
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-466-2
Protokoll der Vollstreckung des Urteils gegen Vladimír Schulz vom 13. August 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-466-2
Sterbeurkunde von Vladimír Schulz vom 14. August 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung








































