Fritz Schulze
1930 wird Schulze Mitglied der KPD und der Roten Bergsteiger. Er gehört zudem zu den Gründungsmitgliedern der Assoziation revolutionärer bildender Künstler (Asso) Dresden. 1931 wird er als Initiator eines Streiks von der Akademie verwiesen. Im selben Jahr heiratet er die Malerin Eva Knabe.
Das Ehepaar ist nach der nationalsozialistischen Machtübernahme in Dresden Übergriffen durch die SA ausgesetzt und zieht nach Leipzig. Fritz und Eva Schulze werden kurz darauf erstmals inhaftiert. Auch nach ihrer Entlassung aus der Haft im August 1934 setzten sie ihre politische Tätigkeit fort, versuchen illegale Strukturen aufrechtzuerhalten und unterstützen die Familien von verfolgten Genossen. Fritz Schulze wird 1940 zum Militärdienst einberufen.
Vier Wochen nach seiner Frau Eva wird er im Februar 1941 festgenommen und am 13. März 1942 gemeinsam mit Karl Stein und Albert Hensel vom „Volksgerichtshof” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Er wird am 5. Juni 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Eva Schulze, die zu einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe verurteilt worden ist, kann das Kriegsende überleben.
Dokumente
Gefangenenkarte von Fritz Schulze
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Anklageschrift gegen Karl Stein, Fritz Schulze, Albert Hensel und andere, 2. Dezember 1941
Bundesarchiv R 3018/1718
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Stein, Fritz Schulze, Albert Hensel und andere, 13. März 1942
Bundesarchiv R 3018/1718
Sterbeurkunde von Fritz Schulze vom 5. Juni 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
















































































