Fritz Schulze

14. April 1903, Leipzig – 5. Juni 1942
Fritz Schulze

Fritz Schulze

Privatbesitz

Fritz Schulze beginnt 1923 ein Studium an der Akademie für graphische Künste und Buchgewerbe in Leipzig. Nach Studien­wanderungen durch Italien und Südfrankreich wechselt er 1925 an die Dresdner Kunst­akademie, wo er bei Ferdinand Dorsch und Max Feldbauer studiert und anschließend Meister­schüler bei Robert Sterl wird. Spätere Studien­reisen führen ihn durch ganz Europa.
1930 wird Schulze Mitglied der KPD und der Roten Berg­steiger. Er gehört zudem zu den Gründungs­mitgliedern der Assoziation revolutionärer bildender Künstler (Asso) Dresden. 1931 wird er als Initiator eines Streiks von der Akademie verwiesen. Im selben Jahr heiratet er die Malerin Eva Knabe.
Das Ehepaar ist nach der national­sozialis­tischen Macht­übernahme in Dresden Übergriffen durch die SA aus­gesetzt und zieht nach Leipzig. Fritz und Eva Schulze werden kurz darauf erstmals inhaftiert. Auch nach ihrer Entlassung aus der Haft im August 1934 setzten sie ihre politische Tätigkeit fort, versuchen illegale Strukturen aufrecht­zuerhalten und unterstützen die Familien von verfolgten Genossen. Fritz Schulze wird 1940 zum Militär­dienst einberufen.
Vier Wochen nach seiner Frau Eva wird er im Februar 1941 festgenommen und am 13. März 1942 gemeinsam mit Karl Stein und Albert Hensel vom „Volks­gerichtshof” wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt. Er wird am 5. Juni 1942 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.
Eva Schulze, die zu einer lebens­länglichen Zucht­hausstrafe verurteilt worden ist, kann das Kriegsende überleben.

Dokumente

Gefangenenkarte von Fritz Schulze

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Anklageschrift gegen Karl Stein, Fritz Schulze, Albert Hensel und andere, 2. Dezember 1941

Bundesarchiv R 3018/1718

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Karl Stein, Fritz Schulze, Albert Hensel und andere, 13. März 1942

Bundesarchiv R 3018/1718

Sterbeurkunde von Fritz Schulze vom 5. Juni 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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