Kurt Schumacher

6. Mai 1905, Stuttgart – 22. Dezember 1942
Kurt Schumacher

Kurt Schumacher

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Nach einer Lehre als Holzbild­hauer studiert Kurt Schumacher an den Berliner Vereinigten Staats­schulen für freie und angewandte Kunst. Dort lernt er Elisabeth Hohen­:emser kennen, die er 1934 heiratet. Der bald anerkannte Meister­schüler steht mit Harro Schulze-Boysen und der Zeitschrift „gegner“ in Verbindung.
Politische Diskussionen im Freundes­kreis von Schulze-Boysen stärken den sich heraus­bildenden Wider­stands­zusammenhang. Kontakte zu Heinrich Scheel, Eugen Neutert und Hans Coppi erweitern den Kreis der Mitstrei­terinnen und Mitstreiter. Im Mai 1941 erklärt sich Kurt Schumacher bereit, im Kriegs­falle als Funker für die Rote Kapelle die Kommu­nikation mit der Sowjet­union aufrechtzuerhalten. Kurt Schumacher wird jedoch Anfang Juni 1941 zur Wehr­macht eingezogen. Anfang August 1942 nimmt er den aus Moskau kommenden Fallschir­magenten Albert Hößler bei sich auf und schickt ihn zu Hans Coppi.
Nach der Enttarnung der Gruppe wird Schumacher am 12. September 1942 festge­nommen. Dabei verwüstet die Gestapo sein Atelier und zerstört zahlreiche Arbeiten. Am 19. Dezember 1942 wird Kurt Schumacher vom Reichs­kriegs­gericht zum Tode verurteilt und am 22. Dezember 1942 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Feldurteil des Reichskriegsgerichts gegen Schulze-Boysen, Harnack und andere, 19. Dezember 1942

Militärhistorisches Archiv, Prag

Abschrift des letzten Kassibers von Kurt Schumacher, 2. November 1942

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Sterbeurkunde von Kurt Schumacher vom 23. Dezember 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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