Fritz Schumacher

21. Juni 1895, Völklingen – 24. September 1942
Fritz Schumacher arbeitet nach dem Besuch der Volks­schule als Hütten­arbeiter im saar­län­dischen Völk­lingen. Wegen Dieb­stahls und Bettelei kommt er in die Erzie­hungs­anstalt Rhein­dalen bei Mönchen­glad­bach. 1915 wird er Soldat und gerät in russische Kriegs­ge­fangen­schaft aus der er im Juli 1918 nach Deutschland zurück­kehrt. Nach einem acht­wöchigen Urlaub wird er wieder zum Militär eingezogen, entfernt sich aber von der Truppe und wird zu 18 Monaten Festungs­haft verurteilt.
Ab 1919 arbeitet Fritz Schumacher als Transport­arbeiter bei verschie­denen Speditionen in Berlin. 1931 wird er wegen Dieb­stahls zu zwei Jahren Zucht­haus verurteilt, aus dem er im Juni 1933 entlassen wird. 1934 kehrt er ins Saar­gebiet zurück und emigriert nach der Saarab­stimmung im Januar 1935 nach Frankreich.
1936 geht er nach Spanien und kämpft auf Seiten der Republik als Ange­höriger der Interna­tionalen Brigaden. Nach der Nieder­lage der republi­kanischen Kräfte kehrt Fritz Schumacher 1939 nach Frank­reich zurück. Bei Kriegs­ausbruch wird er interniert und verpflichtet sich im Mai 1940 zum franzö­sischen Arbeits­dienst.
Im Februar 1941 meldet er sich zur Zurück­führung nach Deutschland, wird durch die Wehr­macht in Bordeaux der Gestapo in Saar­brücken überstellt und sofort festge­nommen.
Fritz Schumacher wird am 24. Juli 1942 wird Fritz Schumacher vom 3. Senat des „Volks­gerichtshofs“ wegen „landes­verrä­terischer Feindbe­günstigung“ zum Tode verurteilt. Er wird am 24. September 1942 im Strafge­fängnis Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Fritz Schumacher

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Fritz Schumacher vom 24. Juli 1942

Bundesarchiv R 3017/6827

Gnadengesuch von Fritz Schumacher vom 28. Juli 1942

Bundesarchiv R 3017/6827

Anordnung zur Vollstreckung der Todesstrafe gegen Fritz Schumacher vom 18. September 1942

Bundesarchiv R 3017/6827

Sterbeurkunde von Fritz Schumacher vom 24. September 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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