Paul Schurr

27. Juni 1907, Robschütz/Meißen – 27. Februar 1941
Paul Schurr

Portrait von Paul Schurr

Bundesarchiv R 3017/6837

Paul Schurr wird am 27. Juni 1907 in Robschütz bei Mei­ßen geboren und erlernt nach dem Besuch der Volks­schule das Kaufmannsgewerbe bei verschiedenen Pa­pier- und Zellstofffabriken. In der Folgezeit arbeitet er als Papierfachmann und ist zuletzt bei einer Firma in Frank­furt am Main in der Einkaufs­abteilung für die Preisüber­wachung verantwortlich.
Seit etwa August 1940 verschickt er im Namen der „Ale­mannischen autonomistischen Bewegung“ gegen die NS-Herrschaft gerichtete Kettenbriefe und Flugblätter an Hotels, kaufmännische Betriebe, Gasthäuser und Privat­personen in Süddeutschland und im Elsass. In mehreren Städten befestigt er in der Nähe des Bahnhofs an Bäu­men und Plakatsäulen antinazistische Streuzettel. Ins­gesamt fertigt und vervielfältigt er etwa 4.000 Ketten­briefe, Flugblätter, Aufrufe und Streuzettel. Paul Schurr wird am 22. Dezember 1940 von einem Beamten der Staats­polizeileitstelle Karlsruhe auf dem Bahnhof in Frankfurt am Main beim Verschicken weiterer Briefe festgenom­men.
Er wird vom 2. Senat des „Volksgerichtshofs“ am 28. Ja­nuar 1941 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat in Tat­einheit mit landesverräterischer Begünstigung des Fein­des“ zum Tode verurteilt und am 27. Feb­ruar 1941 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Paul Schurr

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Haftbefehl gegen Paul Schurr vom 21. Januar 1941

Bundesarchiv R 3017/6837

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Paul Schurr vom 28. Januar 1941

Bundesarchiv R 3017/6838

Sterbeurkunde von Paul Schurr vom 27. Februar 1941

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Paul Schurr, Frühjahr 1941

Bundesarchiv R 3017/6837

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