Paul Schurr
Seit etwa August 1940 verschickt er im Namen der „Ale­mannischen autonomistischen Bewegung“ gegen die NS-Herrschaft gerichtete Kettenbriefe und Flugblätter an Hotels, kaufmännische Betriebe, Gasthäuser und Privat­personen in Süddeutschland und im Elsass. In mehreren Städten befestigt er in der Nähe des Bahnhofs an Bäu­men und Plakatsäulen antinazistische Streuzettel. Ins­gesamt fertigt und vervielfältigt er etwa 4.000 Ketten­briefe, Flugblätter, Aufrufe und Streuzettel. Paul Schurr wird am 22. Dezember 1940 von einem Beamten der Staats­polizeileitstelle Karlsruhe auf dem Bahnhof in Frankfurt am Main beim Verschicken weiterer Briefe festgenom­men.
Er wird vom 2. Senat des „Volksgerichtshofs“ am 28. Ja­nuar 1941 wegen „Vorbereitung zum Hochverrat in Tat­einheit mit landesverräterischer Begünstigung des Fein­des“ zum Tode verurteilt und am 27. Feb­ruar 1941 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Paul Schurr
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Haftbefehl gegen Paul Schurr vom 21. Januar 1941
Bundesarchiv R 3017/6837
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Paul Schurr vom 28. Januar 1941
Bundesarchiv R 3017/6838
Sterbeurkunde von Paul Schurr vom 27. Februar 1941
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Paul Schurr, Frühjahr 1941
Bundesarchiv R 3017/6837

































