Ludwig Schwamb
Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme verliert er 1933 sein Amt, siedelt nach Berlin über und arbeitet als Syndikus in einer Schuhfabrik. In den folgenden Jahren hält Schwamb engen Kontakt mit seinen sozialdemokratischen Freunden Leuschner, Mierendorff und Leber, die erst nach und nach aus den Konzentrationslagern entlassen werden. Die Verschwörer des 20. Juli 1944 schlagen Schwamb als politischen Beauftragten für den Wehrkreis XII (Wiesbaden) vor.
Er wird nach dem gescheiterten Attentat zusammen mit seiner Frau Elisabeth, die jedoch wenige Tage später wieder freikommt, am 23. Juli 1944 in Frankfurt am Main festgenommen. Nach Monaten der Haft im Zellengefängnis Lehrter Straße 3 verurteilt ihn der „Volksgerichtshof” unter Roland Freisler am 13. Januar 1945 zum Tode. Ludwig Schwamb wird am 23. Januar 1945 in Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Ludwig Schwamb
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Ludwig Schwamb, Walter Schwartz und Matthäus Herrmann, 13. Januar 1945
Bundesarchiv NS 6/29
Politische Beauftragte und Verbindungsoffiziere der Verschwörer des 20. Juli 1944 in den einzelnen Wehrkreisen, 24. Juli 1944
Bundesarchiv NS 6/4
Ludwig Schwamb vor dem „Volksgerichtshof”, 13. Januar 1945
Gedenkstätte Deutscher Widerstand
Sterbeurkunde von Ludwig Schwamb vom 25. Januar 1945
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung










