Ludwig Schwamb

30. Juli 1890, Undenheim – 23. Januar 1945
Ludwig Schwamb

Ludwig Schwamb

Archiv des Instituts für Zeitgeschichte ED 106/57

Ludwig Schwamb schlägt nach einem juris­tischen Studium und seiner zeit­weiligen Nieder­lassung als Rechts­anwalt 1925 die Verwal­tungs­lauf­bahn ein. Als Sozial­demokrat wird er 1928 zusammen mit Carlo Mieren­dorff als persön­licher Referent in das hessische Innen­minis­terium unter Wilhelm Leuschner berufen.
Nach der national­sozialis­tischen Macht­über­nahme verliert er 1933 sein Amt, siedelt nach Berlin über und arbeitet als Syndikus in einer Schuh­fabrik. In den folgenden Jahren hält Schwamb engen Kontakt mit seinen sozial­demo­kratischen Freunden Leuschner, Mieren­dorff und Leber, die erst nach und nach aus den Konzen­trations­lagern entlassen werden. Die Ver­schwörer des 20. Juli 1944 schlagen Schwamb als politischen Beauf­tragten für den Wehr­kreis XII (Wies­baden) vor.
Er wird nach dem geschei­terten Attentat zusammen mit seiner Frau Elisabeth, die jedoch wenige Tage später wieder freikommt, am 23. Juli 1944 in Frank­furt am Main festge­nommen. Nach Monaten der Haft im Zellen­gefängnis Lehrter Straße 3 verurteilt ihn der „Volks­gerichts­hof” unter Roland Freisler am 13. Januar 1945 zum Tode. Ludwig Schwamb wird am 23. Januar 1945 in Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Ludwig Schwamb

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Ludwig Schwamb, Walter Schwartz und Matthäus Herrmann, 13. Januar 1945

Bundesarchiv NS 6/29

Politische Beauftragte und Verbindungsoffiziere der Verschwörer des 20. Juli 1944 in den einzelnen Wehrkreisen, 24. Juli 1944

Bundesarchiv NS 6/4

Ludwig Schwamb vor dem „Volksgerichtshof”, 13. Januar 1945

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Sterbeurkunde von Ludwig Schwamb vom 25. Januar 1945

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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