Paul Schwerkolt

28. Juni 1908, Oggerschütz (Ojerzyce) – 8. März 1943
Paul Schwerkolt zieht nach dem Tod seines Vaters mit seiner Mutter nach Berlin, wo er die Volks­schule besucht. Anschlie­ßend ist er als ungelernter Arbeiter vor allem auf Baustellen tätig. Er ist verhei­ratet und Vater von drei Kindern.
Seit 1941 ist Paul Schwerkolt im Roten Kreuz aktiv. Während der Luftan­griffe auf Berlin in der Nacht vom 1. auf den 2. März 1943 ist er als Helfer in einem Luft­schutzbunker in Berlin-Neu­kölln eingesetzt. Zudem hilft er, Gegen­stände aus brennenden Häusern zu bergen. Er entwendet dabei eine Uhr, zwei lederne Mappen, Bind­faden, eine Rolle Drops sowie einen Doppel­stecker. Da er dabei von einem Polizisten beobachtet wird, wird er umgehend festge­nommen.
Bereits am folgenden Tag wird Paul Schwerkolt vom Sonder­gericht I bei dem Land­gericht Berlin auf der Grund­lage der „Volks­schädlings­verord­nung” zum Tode verurteilt. Er wird am 8. März 1943 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Paul Schwerkolt

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Sterbeurkunde von Paul Schwerkolt vom 9. März 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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