Josef Sedlák

12. Dezember 1898, Pilsen (Plzeň) – 23. März 1943
Josef Sedlák

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Sedlák, 1940

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-221-6

Josef Sedlák wird am 12. Dezember 1898 in Pilsen ge­boren, erlernt den Beruf des Damen­schneiders und dient als Korporal in der Reserve der Tschecho­slowakischen Armee bis zu deren Auflösung nach der Errich­tung des „Protek­torats Böhmen und Mähren” im Frühjahr 1939.
Im Mai 1939 wird er von einem Bekannten aus dem Heer für die Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) angewor­ben. Die Organi­sation tschecho­slowakischer Offiziere, die sich nach der Errich­tung des „Protek­torats” gebildet hat, versucht unter deutscher Besatzung ein geheimes Heer aufzu­bauen. Sedlák beteiligt sich an der Anlegung geheimer Munitions- und Lebens­mittel­lager, die aus den Beständen des tschecho­slowakischen Heeres entwendet werden. Außerdem verwahrt er im September 1939 in seiner Wohnung einen Koffer mit Spreng­stoff für zukünftige Sabotage­aktionen.
Nach seiner Festnahme am 23. April 1940 wird er am 29. Oktober 1942 vom 1. Senat des „Volks­gerichts­hofs” zusammen mit weiteren Ange­klagten wegen „Vorberei­tung zum Hoch­verrat” und „Feindbe­güns­tigung” zum Tode verurteilt. Alle dreizehn zum Tode Verur­teilten wer­den am 23. März 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Josef Sedlák

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Sedlák und weitere Angeklagte vom 29. Oktober 1942

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-220-2

Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Josef Sedlák und weitere Personen vom 23. März 1943

Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 41-221-17

Sterbeurkunde von Josef Sedlák vom 24. März 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück