Josef Sedlák


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Sedlák, 1940
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-221-6
Im Mai 1939 wird er von einem Bekannten aus dem Heer für die Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation) angeworben. Die Organisation tschechoslowakischer Offiziere, die sich nach der Errichtung des „Protektorats” gebildet hat, versucht unter deutscher Besatzung ein geheimes Heer aufzubauen. Sedlák beteiligt sich an der Anlegung geheimer Munitions- und Lebensmittellager, die aus den Beständen des tschechoslowakischen Heeres entwendet werden. Außerdem verwahrt er im September 1939 in seiner Wohnung einen Koffer mit Sprengstoff für zukünftige Sabotageaktionen.
Nach seiner Festnahme am 23. April 1940 wird er am 29. Oktober 1942 vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” zusammen mit weiteren Angeklagten wegen „Vorberei­tung zum Hochverrat” und „Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt. Alle dreizehn zum Tode Verurteilten wer­den am 23. März 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Josef Sedlák
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Sedlák und weitere Angeklagte vom 29. Oktober 1942
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 141-220-2
Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Josef Sedlák und weitere Personen vom 23. März 1943
Archiv des Sicherheitsdienstes Prag (ABS) 41-221-17
Sterbeurkunde von Josef Sedlák vom 24. März 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

































