Vojtěch Sedlák

8. Dezember 1895, Kaminka (Kamínky) – 7. Juni 1943
Vojtěch Sedlák

Aufnahme von Vojtěch Sedlák

Bundesarchiv R 3017/14922

Vojtěch Sedlák kommt am 8. Dezember 1895 in Kaminka (Kamínky, Mirošov u Rokycan) zur Welt und wird von Beruf Schlosser. Von 1918 bis 1920 ist er Mitglied der Tschechoslowakischen Sozial­demo­kratischen Partei (SPČ) und lange Zeit gewerk­schaftlich im Metall­arbeiter­verband organisiert.
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehr­macht schließt er sich der nationalen Wider­stands­bewegung an. Im Juni 1939 erfährt er vom Herren­friseur Václav Záleský, bei dem er Kunde ist, von der illega­len Militär­organisation Obrana Národa (ON – Verteidi­gung der Nation), die den bewaff­neten Aufstand plant. In Neuhütten (Nová Huť pod Nižbore) existiert seit Mai 1939 eine Einheit, in der auch Václav Záleský Mitglied ist, die eine militärische Forma­tion sowie ein Spreng­stoff­arsenal aufzubauen sucht. Bis Herbst 1939 beschafft Vojtěch Sedlák für die Organisa­tion Sprengstoff aus dem nahen Kruznaschacht.
Am 2. Juli 1940 wird der Vater zweier Kinder im Zuge einer größeren Verhaftungs­welle festge­nommen. Der „Volks­gerichts­hof” verurteilt Vojtěch Sedlák am 25. Januar 1943 zusammen mit Václav Záleský und sieben weiteren Angeklagten wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode. Sie alle werden am 7. Juni 1943 in Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Václav Smrkovský und andere vom 30. November 1942

Bundesarchiv R 3017/14922

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Václav Smrkovský und andere vom 25. Januar 1943

Bundesarchiv R 3017/14922

Schnellbrief des „Reichsprotektors” vom 28. April 1943 mit Einverständnis zur Hinrichtung von Vojtěch Sedlák und anderen

Bundesarchiv R 3001/146986

Mitteilung über die Ablehnung der Begnadigung von Vojtěch Sedlák und anderen vom 21. Mai 1943

Bundesarchiv R 3001/146986

Sterbeurkunde von Vojtěch Sedlák vom 8. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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