Vojtěch Sedlák
Nach der Besetzung der böhmischen Länder durch die Wehrmacht schließt er sich der nationalen Widerstandsbewegung an. Im Juni 1939 erfährt er vom Herrenfriseur Václav Záleský, bei dem er Kunde ist, von der illegalen Militärorganisation Obrana Národa (ON – Verteidigung der Nation), die den bewaffneten Aufstand plant. In Neuhütten (Nová Huť pod Nižbore) existiert seit Mai 1939 eine Einheit, in der auch Václav Záleský Mitglied ist, die eine militärische Formation sowie ein Sprengstoffarsenal aufzubauen sucht. Bis Herbst 1939 beschafft Vojtěch Sedlák für die Organisation Sprengstoff aus dem nahen Kruznaschacht.
Am 2. Juli 1940 wird der Vater zweier Kinder im Zuge einer größeren Verhaftungswelle festgenommen. Der „Volksgerichtshof” verurteilt Vojtěch Sedlák am 25. Januar 1943 zusammen mit Václav Záleský und sieben weiteren Angeklagten wegen „Vorbereitung zum Hochverrat” zum Tode. Sie alle werden am 7. Juni 1943 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Anklageschrift des „Volksgerichtshofs“ gegen Václav Smrkovský und andere vom 30. November 1942
Bundesarchiv R 3017/14922
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Václav Smrkovský und andere vom 25. Januar 1943
Bundesarchiv R 3017/14922
Schnellbrief des „Reichsprotektors” vom 28. April 1943 mit Einverständnis zur Hinrichtung von Vojtěch Sedlák und anderen
Bundesarchiv R 3001/146986
Mitteilung über die Ablehnung der Begnadigung von Vojtěch Sedlák und anderen vom 21. Mai 1943
Bundesarchiv R 3001/146986
Sterbeurkunde von Vojtěch Sedlák vom 8. Juni 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
























































