Leopold Segall
Segall gehört zwischen 1931 bis zu deren Verbot 1934 der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs an und ist auch in der Sozialdemokratischen Gewerkschaft organisiert. Im September 1940 wird er zur Wehrmacht eingezogen und kurze Zeit später zum Zollgrenzschutz versetzt.
Im Juli 1942 bittet ihn sein Bekannter August Luka, der in einem Rüstungsbetrieb arbeitet, ein kommunistisches Flugblatt zu vervielfältigen. Es ruft zur Sabotage von „Hitlers Kriegsmaschinen” und langsameren Arbeiten auf. Segall stellt mit einer Schreibmaschine sechs Abschriften her, die Luka in seinem Betrieb verteilt.
Wegen dieser Betätigung werden beide Männer am 16. Fe­bruar 1943 vom 5. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Vorbereitung zum erschwertem Hochverrat” zum Tode verurteilt.
Leopold Segall wird am 28. April 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Erkennungsdienstliche Erfassung von Leopold Segall
Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Wien
Anklage des „Volksgerichtshofs“ gegen Leopold Segall und August Luka vom 31. Oktober 1942
Bundesarchiv R 3017/25720
Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Leopold Segall und August Luka vom 16. Februar 1943
Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes (DÖW), Wien
Sterbeurkunde von Leopold Segall vom 29. April 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Bekanntmachung der Vollstreckung des Urteils gegen Leopold Segall und August Luka
Bundesarchiv R 3017/25720























