Emile Segers
Nach sieben Jahren wird er wegen Veruntreuungen entlassen und zu einer Haftstrafe verurteilt. Im selben Jahr, 1934, beginnt Segers seine Tätigkeit für den deutschen Abwehrdienst in Köln mit Spähaufträgen gegen Belgien und Frankreich. Im September 1937 wird Segers von einem französischen Oberleutnant aufgesucht. Er soll die erhaltenen deutschen Aufträge an den französischen Nachrichten­dienst übermitteln und bei der Festnahme von deutschen Agenten in Frankreich helfen. Dafür kann Segers mit seiner Familie nach Flers bei Lille umziehen und seiner Verhaftung entgehen. Fortan erledigt er verschiedene Aufträge für den deutschen und den französischen Nachrichtendienst.
Emile Segers wird am 4. September 1940 festgenommen. Der 5. Senat des „Volksgerichtshofs“ verurteilt ihn am 15. Mai 1942 wegen „Landesverrats“ und des „Verrats von Staatsgeheimnissen im In- und Ausland“ zum Tode. Nach der Ablehnung seines Gnadengesuchs wird Emile Segers am 15. August 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Emile Segers
Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei
Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Emile Segers, 15. Mai 1942
Bundesarchiv R 3017/14733
Ablehnung des Gnadengesuchs von Emile Segers, 4. August 1942
Bundesarchiv R 3017/14733
Sterbeurkunde von Emile Segers vom 15. August 1942
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
























