Emile Segers

28. Februar 1904, Mechelen – 15. August 1942
Emile Segers

Ausweisfoto von Emile Segers

Bundesarchiv R 3017/14733

Der Belgier Emile Segers besucht die Volks­schule in Nordfrankreich und eine höhere Schule in Lille. Danach leistet er bis 1924 Militär­dienst im belgischen Heer. An­schließend arbeitet er in einer Karosserie­fabrik und in einem Zeitungs­unternehmen. Ab 1927 ist Segers leiten­der Angestellter in der Möbel­fabrik von Linthout in Brüssel. Segers ist verheiratet und Vater zweier Kinder.
Nach sieben Jahren wird er wegen Veruntreu­ungen entlassen und zu einer Haftstrafe verurteilt. Im selben Jahr, 1934, beginnt Segers seine Tätigkeit für den deut­schen Abwehr­dienst in Köln mit Späh­aufträgen gegen Belgien und Frankreich. Im September 1937 wird Segers von einem franzö­sischen Oberl­eutnant aufgesucht. Er soll die erhaltenen deutschen Aufträge an den fran­zösischen Nachrichten­dienst übermitteln und bei der Festnahme von deutschen Agenten in Frankreich helfen. Dafür kann Segers mit seiner Familie nach Flers bei Lille umziehen und seiner Verhaf­tung entgehen. Fortan erledigt er verschiedene Aufträge für den deutschen und den französischen Nachrichten­dienst.
Emile Segers wird am 4. September 1940 festgenommen. Der 5. Senat des „Volks­gerichtshofs“ verurteilt ihn am 15. Mai 1942 wegen „Landes­verrats“ und des „Verrats von Staats­geheim­nissen im In- und Aus­land“ zum Tode. Nach der Ablehnung seines Gnaden­gesuchs wird Emile Segers am 15. August 1942 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Emile Segers

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs“ gegen Emile Segers, 15. Mai 1942

Bundesarchiv R 3017/14733

Ablehnung des Gnadengesuchs von Emile Segers, 4. August 1942

Bundesarchiv R 3017/14733

Sterbeurkunde von Emile Segers vom 15. August 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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