Erwin Seidel

13. Dezember 1903, Berlin – 29. August 1941
Erwin Seidel

Polizeifoto von Erwin Seidel

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 6469

Erwin Seidel wächst in Berlin als Sohn eines Klemp­nermeis­ters auf, erlernt nach der Volks­schule selbst das Klemp­ner­hand­werk und arbei­tet fortan als Geselle. Im Alter von 19 Jahren wird er erst­mals straf­fällig und muss sich wegen Eigen­tums­delikten immer wieder vor Gericht ver­antwor­ten. Er ist Vater dreier Kinder aus erster Ehe und seit 1937 zum zwei­ten Mal ver­hei­ratet.
Im Sommer 1940 bleibt Erwin Seidel bedingt durch eine Alko­hol­erkran­kung seiner Arbeit fern und lebt in der Folge­zeit von Dieb­stählen und Ein­brüchen. Das Sonder­gericht II Berlin bei dem Land­gericht Berlin verur­teilt ihn des­halb am 8. Juli 1941 auf Grund­lage der kurz nach Kriegs­beginn erlas­senen „Verord­nung gegen Volks­schäd­linge” zum Tode.
Erwin Seidel wird am 29. Au­gust 1941 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzen­see ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Erwin Seidel

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteilstenor des Sondergerichts II bei dem Landgericht Berlin gegen Erwin Seidel vom 8. Juli 1941

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 6468

Bescheid über Hinrichtung von Erwin Seidel vom 29. August 1941

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 6468

Sterbeurkunde von Erwin Seidel vom 29. August 1941

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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