Zygmund Seidemann

28. März 1907, Kalisch (Kalisz) – 25. Juni 1943
Zygmund Seidemann wird am 28. März 1907 in Kalisch geboren. Nach Ende seiner Schulaus­bildung verdient er seinen Lebensunterhalt als Gelegenheitsarbeiter.
Im Sommer 1937 kommt er mit dem polnischen Nach­richtendienst in Kontakt und verpflichtet sich für diesen zu arbeiten. Bis Juli 1939 unter­nimmt er mehrere Reisen ins deutsche Grenz­gebiet, um militä­risch relevante In­formationen zu sammeln und weitere Mitarbeiter für den Nach­richten­dienst zu ge­winnen. In diesem Zusammen­hang kommt er auch mit einem V-Mann des deutschen Abwehr­dienstes in Kontakt und gibt so erlangte Informa­tionen über die Tätigkeit der deutschen Abwehr im Raum Bres­lau an den polnischen Nachrichten­dienst weiter.
Der 4. Senat des „Volks­gerichtshofs” verurteilt Seidemann am 21. Januar 1943 wegen „Landes­verrats” zum Tode.
Zygmund Seidemann wird am 25. Juni 1943 im Strafge­fängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Zygmund Seidemann, 1942

Bundesarchiv R 3017/14740

Todesurteil des „Volksgerichtshofs” gegen Zygmund Seidemann vom 21. Januar 1943

Bundesarchiv R 3017/14740

Sterbeurkunde von Zygmund Seidemann vom 26. Juni 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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