Margarete Seitz

21. April 1880, Jülich – 16. Dezember 1943
Margarete Seitz, geborene Kossmann, lebt vom Verkauf von Back­waren, die sie unter anderem auf Märkten vertreibt. Sie steht der KPD nahe und gehört der Roten Hilfe und dem Kampf­bund gegen den Faschismus an. Nach 1933 ist sie an der Verbreitung illegaler Schriften der KPD beteiligt, wird zunächst verwarnt, dann schließlich festge­nommen. Am 13. Juni 1935 wird sie vom Ober­landes­gericht in Karlsruhe wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zu einem Jahr und acht Monaten Gefängnis verurteilt.
Nach ihrer Freilassung Mitte November 1936 arbeitet sie wieder als Händlerin in Freiburg im Breisgau. Margarete Seitz bleibt Gegnerin des National­sozialismus und kritisiert gegenüber ihren Mitbürgern öffentlich die Politik des NS-Regimes und den Krieg gegen die Sowjet­union.
Sie wird denunziert und am 2. November 1943 vom „Volks­gerichtshof” wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt.
Margarete Seitz wird am 16. Dezember 1943 in Plötzensee ermordet.

Dokumente

Antrag auf Haftbefehl gegen Margarete Seitz vom 6. September 1943

Bundesarchiv R 3017/6177

Gnadengesuch von Margarete Seitz vom 6. November 1943

Bundesarchiv R 3017/6177

Protokoll der Vollstreckung des Todesurteils gegen Margarete Seitz vom 16. Dezember 1943

Bundesarchiv R 3017/6177

Sterbeurkunde von Margarete Seitz vom 17. Dezember 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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