Willy Selle

29. April 1921, Fretin – 26. Mai 1944
Nach dem Besuch der Volksschule absolviert Willy Selle eine Lehre zum Möbeltischler. 1941 kommt er als französischer „Zivilarbeiter“ nach Berlin, wo er zunächst bei einem Bäcker in Berlin-Grünau und dann in einer Brotfabrik arbeitet. Wegen Diebstahls wird Selle im September 1942 zu einer dreimonatigen Haftstrafe verurteilt. Willy Selle ist verheiratet und Vater eines Kindes.
Im Dezember 1942 erscheint Selle nicht mehr auf seiner Arbeitsstelle. Von Dezember 1942 bis Januar 1943 beteiligt er sich an fünf Geschäftseinbrüchen in Berlin. Willy Selle wird am 26. Januar 1943 festgenommen.
Das Sondergericht III beim Landgericht Berlin verurteilt ihn auf der Grundlage der „Volksschädlingsverordnung“ am 24. April 1944 zum Tode. Einen Monat später, am 26. Mai 1944, wird Willy Selle im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Urteil des Sondergerichts III bei dem Landgericht Berlin gegen Willy Selle und andere, 24. April 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2570

Mitteilung über die Hinrichtung von Willy Selle, 26. Mai 1944

Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2569/1

Sterbeurkunde von Willy Selle vom 27. Mai 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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