Franz Semglaty

23. November 1900, Holsterhausen/Westfalen – 12. Juni 1942
Franz Semglaty

Franz Semglaty, 1940

Privatbesitz

Franz Semglaty ist der Sohn polnischer Eltern, die um die Jahrhundert­wende in das Ruhrgebiet ziehen. Er besucht die Volks­schule und beginnt anschließend im Alter von 14 Jahren im Bergbau zu arbeiten. 1928 wird er erwerbs­los.
Durch Selbst­studium hat er sich schriftstellerische Fertigkeiten angeeignet, verfasst Gedichte, Erzählungen, Theater- und Kinostücke. Ab 1927 beginnt er zunächst freischaffend, dann angestellt für die Zentrums­zeitung „Herner-Anzeiger“ zu arbeiten. Bis Ende 1933 schreibt er für Lokal­zeitungen in Wanne-Eickel, Bochum und Gelsenkirchen. Im April 1939 wird er Schrift­leiter der „Groß-Strehlitzer Zeitung“ im oberschlesischen Groß-Strehlitz (Strzelce Opolskie), wo er mit seiner Frau und zwei Kindern lebt.
Franz Semglaty steht in Verbindung zu Offizieren der 2. Abteilung des polnischen Generalstabs und informiert diese unter anderem über die geheimen Auf­rüstungs­pläne des Deutschen Reiches.
Franz Semglaty wird vom 4. Senat des „Volks­gerichts­hofs“ am 21. Januar 1942 wegen „Landes­verrats” zum Tode verurteilt. Er wird am 12. Juni 1942 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Franz Semglaty

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Franz Semglaty, 21. Januar 1942

Bundesarchiv R 3018/3625

Sterbeurkunde von Franz Semglaty vom 12. Juni 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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