Franz Seppelt

21. September 1890, Groß Märzdorf (Marcinowice) – 13. Dezember 1943
Franz Seppelt erlernt nach dem Besuch der Volksschule den Friseurberuf. Zwischen 1910 und 1913 dient er in einem Husarenregiment und nimmt anschließend am Ersten Weltkrieg teil. Nach Kriegsende macht er sich in seinem Beruf selbständig und eröffnet in Ohlau (Oława) ein Friseurgeschäft.
Im März 1933 wird er Mitglied der NSDAP, nach Ausein­andersetzungen mit einem Politischen Leiter und anderen Parteimitgliedern wird er im April 1940 jedoch aus der Partei ausgeschlossen.
Nachdem Franz Seppelt in einem Gespräch die national­sozialistische Regierung kritisiert hat, wird er im Juni 1941 für acht Tage in „Schutzhaft” genommen. Am 27. September 1943 wird er erneut festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, in Anbetracht des Sturzes Mussolinis gegenüber einem Angehörigen der Wehrmacht erklärt zu haben, dass auch in Deutschland die Partei beseitigt werden und die Wehrmacht alles übernehmen müsse.
Franz Seppelt wird am 8. November 1943 vom 1. Senat des „Volksgerichtshofs” wegen „Wehrkraft­zersetzung und Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt. Er wird am 13. Dezember 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklageschrift von Franz Seppelt, 23. Oktober 1943

Bundesarchiv R 3017/6374

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Franz Seppelt, 8. November 1943

Bundesarchiv R 3017/6374

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