Josef Ševcík
Von 1939 bis Februar 1940 verhilft er in ewa sieben Fällen vor allem jüdischen Familien sowie Tschechen im wehrfähigen Alter zur Flucht aus dem „Protektorat” nach Nové Mesto nad Váhom (Neustadt an der Waag) in der Slowakei. Die Männer wollen sich der Tschechischen Legion im Ausland anschließen. Josef Ševcík erhält hierfür insgesamt 350 Kronen. Er gibt an, aus der Not heraus gehandelt zu haben, weil er zu dieser Zeit ohne Beschäftigung gewesen sei.
Josef Ševcík wird im Herbst 1942 festgenommen und am 29. März 1943 vom „Volksgerichtshof” wegen „Feindbegünstigung” zum Tode verurteilt. Er wird am 25. Juni 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Der Mitangeklagte Zikmund Weiss, der ebenfalls Fluchthilfe für jüdische Menschen aus Uherský Brod (Ungarisch Brod) geleistet hat und selbst jüdischer Herkunft ist, wird freigesprochen. Er kommt wenige Tage später, am 5. Mai 1943 in Uherský Brod unter unbekannten Umständen ums Leben.
Dokumente
Aufnahmekarte des Strafgefängnisses Plötzensee für Josef Ševcík vom 30. März 1943
Bundesarchiv R 3017/14769
Urteilstenor des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Ševcík und Zikmund Weiß vom 29. März 1943
Bundesarchiv R 3017/14769
Bescheid des Strafgefängnisses Plötzensee über die Hinrichtung von Josef Ševcík vom 25. Juni 1943
Bundesarchiv R 3017/14769
Sterbeurkunde von Josef Ševcík vom 26. Juni 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung
Kopie der Sterbeurkunde von Zikmund Weiss
ITS Digital Archive, Arolsen Archives









