Josef Ševčík

20. Februar 1887, Prag – 25. August 1943
Josef Ševčík

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Ševčík, 1942

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 311

Josef Ševčík wird am 20. Februar 1887 in Prag geboren und ist dort in den Ringhofferwerken als Metalldreher beschäftigt.
Er leitet und betreut in seinem Betrieb eine illegale kom­munistische Betriebsgruppe der im Jahr 1938 verbotenen Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (Komu­nistická strana Československa, kurz: KSČ). Die bei den Funktionären gesammelten Mitgliedsbeiträge, die der Unterstützung von Familien Inhaftierter dienen, führt er an Zdeněk Fiala ab, dem KSČ-Zellenleiter des Bezirk Prag-Smichov. Außerdem gibt er über die Stärke der Belegschaft und die Herstellung von kriegswichtigen Gütern in den Ringhofferwerken Auskunft.
Josef Ševčík wird deshalb im August 1942 festgenom­men, am 26. Mai 1943 vom „Volksgerichtshof” wegen „Vorberei­tung zum Hochverrat” zum Tode verurteilt und am 25. August 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte des Zuchthauses Gollnow, in dem Josef Ševčík vor seiner Verhandlung interniert ist

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 3779

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Ševčík, Alexandr Helcl und weitere Personen vom 13. April 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 311

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Ševčík, Alexandr Helcl und weitere Angeklagte vom 26. Mai 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 311

Ablehnung des Gnadenerweises für Josef Ševčík und weitere Verurteilte durch den Reichsminister der Justiz vom 12. August 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 311

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