Alfred Seydel


Erkennungsdienstliche Aufnahme von Alfred Seydel, 1942
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2408/1
Ihm werden „Unzuchtshandlungen” mit zwei Heranwachsenden in den Jahren 1941 und 1942 zur Last gelegt. Laut Aussage seiner Hauseigentümerin hätten diese sich ihm „geradezu aufgedrängt” und sie sollen ihn auch bestohlen haben.
Er wird am am 23. Juli 1942 festgenommen und vom Sondergericht I bei dem Landgericht Berlin am 26. Februar 1943 auf Basis der kurz nach Kriegsbeginn erlassenen „Volksschädlingsverordnung” als „gefährlicher Gewohnheitsverbrecher” zum Tode verurteilt. Aus dem Reichsjustizministerium war zuvor die Anweisung gekommen, bereits in der Anklage die Todesstrafe zu beantragen. Alfred Seydel wird am 5. April 1943 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.
Dokumente
Gefangenenkarte von Alfred Seydel
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2408
Anweisung des Reichsjustizministers zur Anklageerhebung im Fall Alfred Seydel vom 29. Januar 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep 12 C Berlin II, Nr. 2408/1
Tenor des Todesurteils des Sondergerichts I bei dem Landgericht Berlin gegen Alfred Seydel vom 26. Februar 1943
Brandenburgisches Landeshauptarchiv Rep. 12 C Berlin II, Nr. 2408
Sterbeurkunde von Alfred Seydel vom 6. April 1943
Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung







