Karl Sidow

18. Februar 1898, Berlin-Neukölln – 15. März 1944
Der in Berlin geborene Karl Sidow dient während der Ersten Weltkrieges zwischen 1916 und 1918 in einem Jägerbataillion. Zwischen 1918 und 1927 wird er wegen verschiedener Eigentumsdelikte verurteilt.
Im August 1943 wird Sidow, der in Berlin als Mechaniker arbeitet, erneut festgenommen. Er wird beschuldigt, einer Frau verschiedene Gegenstände wie Wäsche- und Kleidungsstücke sowie eine Mandoline, die diese nach einem Luftangriff aus ihrem brennenden Haus gerettet hat, gestohlen zu haben. Das Sondergericht IV bei dem Landgericht Berlin verurteilt ihn am 12. Februar 1944 auf der Grundlage der „Volks­schädlings­verordnung” zum Tode.
Karl Sidow wird am 15. März 1944 im Strafgefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Karl Sidow

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Urteil des Sondergerichts IV bei dem Landgericht Berlin gegen Karl Sidow vom 12. Februar 1944

Bundesarchiv R 3001/142733

Ablehnung eines Gnadenerweises für Karl Sidow vom 29. Februar 1944

Bundesarchiv R 3001/142733

Mitteilung der Hinrichtung von Karl Sidow vom 17. März 1944

Bundesarchiv R 3001/142733

Sterbeurkunde von Karl Sidow vom 16. März 1944

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

zurück