Bernhard Sikorski

5. Mai 1921, Berlin – 3. Dezember 1942
Bernhard Sikorski

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Bernhard Sikorski

Bundesarchiv R 3018/1705

Bernhard Sikorski wächst mit drei älteren Schwes­tern in Berlin-Neu­kölln auf. Bis 1933 kann er die Rütli-Schule besuchen, muss dann jedoch die Schule verlassen und wird in eine Hilfs­schule einge­schult. Von Geburt an hat er leichte körperliche und geistige Beein­träch­tigungen. Zu Ostern 1935 beendet er die Schule und wird Lauf­bursche, weil er zunächst keine Lehr­stelle findet. Später arbeitet er als Werk­zeug­macher und Dreher.
Anlässlich eines Klassen­treffens von ehemaligen Schülern der Rütli-Schule im Dezember 1940 kann Hanno Günther Bernhard Sikorski für die Wider­stands­arbeit gegen das NS-Regime gewinnen. Für Bern­hard Sikorski bietet sich nun endlich die Möglich­keit, aktiv etwas gegen den National­sozia­lismus zu unter­nehmen. Aufgrund seiner Erkran­kung hat er einen sehr kleinen Freun­deskreis und lebt zurück­gezogen. Er bildet schließlich zusam­men mit Hanno Günther, Wolfgang Pander und Emmerich Schaper den Kern der Gruppe.
Am 6. August 1941 wird er von der Gestapo festge­nommen und am 9. Oktober 1942 gemeinsam mit seinen Freunden vom „Volks­gerichts­hof” zum Tode verurteilt.
Bernhard Sikorski wird am 3. Dezember 1942 im Straf­gefängnis Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Bernhard Sikorski

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Kartei

Brief von Bernhard Sikorski aus dem Unter­suchungs­gefängnis Berlin-Moabit an seine Eltern, 21. August 1942

Bundesarchiv R 3017/2719

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Hans Joachim Günther, Wolfgang Pander, Bernhard Sikorski, Emmerich Schaper, Alfred Schmidt-Sas und Dagmar Petersen, 9. Oktober 1942

Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Sterbeurkunde von Bernhard Sikorski vom 4. Dezember 1942

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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