František Šíma

29. April 1915, Saar (Žďár nad Sázavou) – 30. September 1943
Der Fleischer František Šima kommt im September 1941 als „Zivil­arbeiter” nach Deutschland und arbeitet in einer Wurst­fabrik in Leipzig. Ende Januar 1942 wird er wegen „lebensge­fährlicher Körper­verletzung” zu fünf Monaten Zucht­haus verurteilt, die das Landgericht Leipzig am 18. April 1942 wegen „Dieb­stahls im Rückfalle” zu vier Jahren und zwei Monaten verlängert.
Ende September 1942 flieht er aus dem Zucht­haus Plauen während der Außen­arbeit in einem Schlacht­hof und begeht in den folgenden Monaten in Berlin und Umgebung zusammen mit anderen Tschechen bis zu seiner Fest­nahme am 13. Februar 1943 mehrere Einbruch­diebstähle.
František Šima wird am 15. Septem­ber 1943 vom Sonderge­richt VI bei dem Land­gericht Berlin auf Grundlage der „Verord­nung gegen Volks­­schädlinge” zum Tode verurteilt und am 30. Sep­tember 1943 im Strafge­fängnis Plötz­ensee ermordet.

Dokumente

Häftlingskarteikarte des Strafgefäng­nisses Plötzensee für František Šima, 17. September 1943

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 3809

Mitteilung an das Unter­suchungsgefängnis Moabit über die Todesstrafe gegen František Šima, 15. Septem­ber 1943

Landesarchiv Berlin A Rep 369 Nr. 3809

Sterbeurkunde von František Šima vom 2. Oktober 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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