Achmet Simajew

28. Dezember 1915, Krasnoslobodsk – 25. August 1944
Achmet Simajew

Achmet Simajew

Musa-Dshalil-Museum, Kazan

Achmet Simajew, zunächst Bauarbeiter in Moskau und später Korrespondent, wird nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941 in die Rote Armee eingezogen. Später gerät er in deutsche Kriegsgefan­genschaft.
Als im August 1942 zur Unterstützung deutscher Truppen auch eine wolga-tatarische Legion aufgestellt wird, ent­scheidet sich Achmet Simajew, ebenso wie Musa Dshalil und andere tatarische Kriegsgefangene, für die Aufnah­me in diese Legion. Die Kollaboration der Gruppe um Dshalil ist jedoch zur Tarnung von Widerstands­aktivitäten nur vorgetäuscht. Unter anderem legen Mitglieder der Gruppe Flugblätter in die Zeitung „Idel-Ural”, um andere Legionäre zum Überlaufen zur Roten Armee zu bewe­gen.
Im August 1943 werden die Aktivitäten der Gruppe Dshalil von der Gestapo aufgedeckt. Achmet Simajew, Musa Dshalil und die meisten seiner Gefährten werden verhaftet. Der 2. Senat des in Dresden tagenden Reichs­kriegsgerichts verurteilt Achmet Simajew am 12. Februar 1944 wegen „Feindbe­günstigung und Zersetzung der Wehrkraft” zum Tode.
Achmet Simajew wird am 25. August 1944 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Gefangenenkarte von Achmet Simajew

Landesarchiv Berlin A Rep. 369 Kartei

Urteilsregest des Reichskriegsgerichts zur Verurteilung der Gruppe um Kurmaschew und Dshalil

Militärhistorisches Archiv, Prag

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