Josef Šimek

3. Februar 1902, Johnsdorf (Janov) – 9. April 1943
Josef Šimek

Erkennungsdienstliche Aufnahme von Josef Šimek, 1942

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 326

Josef Šimek wird am 3. Februar 1902 in Johnsdorf ge­boren und ist als Heizer tätig. Zwischen 1936 bis zu deren Auf­lösung im Herbst 1938 ist er Mitglied der Kom­munis­tischen Partei der Tschecho­slowakei (Komunistická strana Česko­slovenska, kurz: KSČ). Für die KSČ wird er noch im Mai 1938 als Vorsitzer der Orts­gruppe Seestadtl in die Gemeindever­tretung gewählt.
Zwischen Spätherbst 1940 und Juni 1941 entrichtet er zur Unter­stützung von Angehörigen Inhaftierter Mit­gliedsbeiträge für eine in Maltheuern operierende nun illegale KSČ-Zelle und empfängt kommu­nistische Druck­schriften. Wegen „staats­feindlicher Äußerungen” ist er zwischen Juli und Oktober 1941 in einem „Arbeits­erzie­hungslager” inhaftiert, bevor er am 12. März 1942 zum zweiten Mal festge­nom­men wird.
Josef Šimek wird am 18. Dezember 1942 vom 1. Senat des „Volks­gerichtshofs” wegen „Vorbe­reitung zum Hoch­verrat” zum Tode verurteilt und am 9. April 1943 im Straf­gefängnis Berlin-Plötzensee ermordet.

Dokumente

Anklage des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Šimek und weitere Personen vom 3. September 1942

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 326

Urteil des „Volksgerichtshofs” gegen Josef Šimek und weitere Angeklagte vom 18. Dezember 1942

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 326

Ablehnung des Gnadenerweises durch den Reichsminister der Justiz für Josef Šimek und weitere Personen vom 31. März 1943

Militärhistorisches Archiv, Prag Deutsche Gerichtsakten – Widerstand in ČSR 1939–1945, k./K. 43, inv. č./Inv. Nr. 326

Sterbeurkunde von Josef Šimek vom 10. April 1943

Ancestry, Archiv zur Ahnenforschung

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